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Doubs 2015

Urlaub in „Le Doubs“ = Natur, Kultur und Gaumenfreuden!

Im Herzen des Juragebirges, in der Region Franche –Comte, liegt das Department Doubs. Größter und namensgebender Fluss ist der „Doubs“, der auf seinen gut 450 km Länge, mehrmals launig sein Gesicht verändert. Die Region ist reich an Flüssen, Seen, Wäldern, Tälern und  Tropfsteinhöhlen. Mit seinem Mittelgebirgsrelief, kleinen Straßen, Kurven, Schluchten und Ebenen, ist die „Le Doubs“ ideal für uns Motorradfahrer. In der Stadt „Pontalier“ ist unser erster Campingplatz. Die Stadt ist Zentrum der „Absinth – Produktion“ (1826 gab es bereits vier Brennereien). Das nach Wermut, Anis und Fenchel schmeckende Gebräu namens „La Fee Verte“ hat einen Alkoholanteil bis zu 90% und wurde kurzzeitig verboten(1914), dann verdünnt wieder 2001 erlaubt.

Auf fast 1000 Meter Höhe, am Fuße des „Mont Risouxe Scripts  richtet der „Doubs“ als relativ breites Flüsschen aus einer Felspforte hervor bildet einen kleinen See und stürzt sich dann als sprudelnde Kaskade in die Tiefe. Er wird mal durch Frankreich, mal durch die Schweiz fließen und dabei Biegungen, Kehren, Serpentinen sogar Haarnadelkurven in die Karstlandschaft zeichnen. Dieses Naturschauspiel wollen wir uns anschauen.

 

  1. Tourentag: die Quellen der „Loue“ und der „Lison“

Von Pontarlier aus folgen wir der D6 bis zur Stadt „Sombacour“, um dann auf der D259 nach “Ouhans“zu gelangen. Wir wollen die Quelle der „Loue“ entdecken. Die Quelle befindet sich in einer großen, teilweise begehbaren Grotte am Fuße einer über 100 m hohen Felswand. Der Maler „Courbet“ war auch schon da. Ein Bild auf einer Leinwand steht auf einem Absatz vor der Felsenhöhle. In dieser Gegend (18. bis 19. Jahrhundert) wurden durch die Wasserkraft viele Webereien, Schmieden, Hammerwerke, Sägen und Schleifereien ansässig. Wir Folgen der D41 nach „Ornans“ und durchfahren die „Gorges des Nouailles“. An dem Aussichtspunkt „Renedale“ genießen wir die Landschaft mit dem Fluss „Loue“, denn nur der oberste Lauf der „Loue“ ist von Felswänden eingeschlossen. So folgen wir der kurvenreichen Strecke bis „Mouthier – Haute – Pierre“, das im Herzen des Tals der „Loue“ liegt, in einer herrlichen Naturlandschaft. Beeindruckend ist die aus dem XV. Jahrhundert erbaute Kirche und seiner alten Häuser. Es ist wohl neben „Ornans und Lods“ der schönste Ort an der „Loue“. (Ornans, nennt man auch das kleine Venedig der France – Comte).Die alten Comtoiser  Steinhäuser von „Mouthier – Haut – Pierre“ und Reste eines Benediktinerkloster liegen auf einem kleinen Hügel. Dieses Tal ist berühmt durch seinen Kirschenanbau. Feinster Obstbrand aus der Kirche „ de la Marsotte“ (50%) wird hier produziert. Wir folgen dem Fluss durch das Kirschtal auf der D244. In der Stadt “Hautepierre – le – Chatelet“ mit seinen behäbigen Jurahöfen laufen wir zum Aussichtspunkt „Point de vue de la Roche de Hautepierre“. Von hier oben(882m) öffnet sich über dem Tal ein Panoramablick der weit über den Jura hinausgeht. Zurück auf der D 67 kommen wir an der Stadt „Lods und Vuillafans“ vorbei. Mit ihren Kalksteinhäusern und engen Gassen ist es reizvoller Ort. (Lods zählt zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs.) Dann erreichen wir “Ornans“, das lang gestreckt an der „Loue“ liegt. Bürgerhäuser und kleine Adelssitze (15. – 18. Jahr.) Prägen das Stadtbild. Der Maler „Gustave Courbet“ wurde hier geboren. Über die alte Steinbrücke fällt unser Blick auf die alten Häuser die sich im Sonnenlicht im Fluss widerspiegeln und die alten, mächtigen Wasserräder haben schon lange ausgedient. Nun führt uns unsere Tour durchs reizvolle „Breme – Tal“(Ravin du puits noir). Die Landschaft ist liebenswürdig und so fahren wir bis zum Dorf „Cleron“. Das Dorf erstreckt sich im Jura im Tal der “Luoe“, umrahmt von verschiedenen Felsvorsprüngen des umgebenden Hochplateaus. Sehenswürdigkeit ist hier das mächtige Schloss Cleron. Die D103 bringt uns zur Stadt „Amondans“, dort genießen wir am Aussichtspunkt des „Belvedere de la Piquette“ den Fluss, der hier durchs unbewohnte Tal fließt. Wenige Kilometer weiter mündet der Fluss “Lison“ in die “Loue“, die dann unter Felswänden dahinzieht. Weiter geht unsere Tour Richtung “Quingey“. Das Tal der „Loue“ zeigt sich von lieblichem Reiz und der Fluss verbreitert sich in einer Biegung. Das langsam fließende Wasser wird bläulich =Miroir de Scey= und die Trauerweiden spiegeln sich im Wasser wieder. So erreichen wir die Stadt “Byans – de- Doubs“, das am westlichen Rand des Juras liegt. Hier überwiegt Acker- und Wiesenland. (Sehenswert ist die Dorfkirche Saint – Desire 1780 Jahr. und das Chateau de Byans 18. Jahr.) So sausen wir weiter über die “Route de la Sime“ und durch den Wald „Bois de Tremont“. In „Arc – et – Senans“ fahren wir an den königlichen Salinen vorbei. (Monument – Saline royale d`Arc – et – Senans). Abseits der Hauptverkehrsstraße schmiegt sich in einer „Loue – Kurve “die Stadt „Champagne – sur – Loue“ an den Fluss an. Die Gebäude aus lokalem Stein mit Türen aus Scheunen und Kellern drücken Gemütlichkeit aus. Auf der D17 steuern wir das Dorf „Rennes – sur – Loue“ an. Es liegt am Ufer der “Loue“ und am Zusammenfluss von der „Furieuse“. Wir bewundern die Brücken, die alten Häuser, den rauschenden Fluss, die Landschaft sowie den Wald „Bois de Tremont“. Im Dorf „By“ führt die Straße unter einem Haus hindurch, das heißt Kopf einziehen. An der Brücke halten wir an und schauen in das Flussbett der „Le Lison“. Mäßig fließt sie durch die Landschaft.    Wir befinden uns auf der “Coniche Lison und angenehm schattige Wälder bestimmen das Bild. (Wald Bois des Planches). So kommen wir zur Quelle der „Lison“. (Source du Lison). Wir parken die BMW laufen entlang der “Lison“ zu ihrer Quelle. Der bemerkenswerte Wasserfall scheint sprudelnd von der Klippe zu springen. (Cascade du Lison). Um zur Quelle zu kommen, heißt es erstmal laufen  um die Plattform zu erreichen, wo wir einem Blick auf das Wasserloch werfen können. Es ist eine Höhle und Schlucht mit vielen Löchern und Hohlräumen. Dann verlassen wir dieses beeindruckende Naturschauspiel fahren Richtung “Saizenay“ auf der D262, nach „Geraise“ zur Stadt „Cernans“. Das Bauerndorf erstreckt sich auf dem ersten Juraplateau, auf einem breiten Sattel östlich des Erosionstals der „Furiese“. Wohltuend bläst uns wenig später bereits der milde Abendwind durch Visier und Lüftungsschlitze, als wir unseren Campingplatz ansteuern. (D472/D72 nach Pontarlier)

 

  1. Tourentag: entlang des Flusses „Le Doubs“

Von Pontarlier aus nehmen wir dieD437 und tauchen ein in der wilden Landschaft die der Fluss „Doubs“ gegraben hat. Wir fahren durch eine enge Schlucht, es ist eine “Cluse“, sie verbindet zwei der endlosen Längstäler des hohen Jura. Südlich der Stadt Pontarlier zwängt sich die „Doubs“ nach Nordwesten. Diese Engstelle war stets ein strategisch wichtiger Platz und seit dem11.Jahr. Durch das mächtige „Chateau de Joux“ gesichert. Später diente es als Staatsgefängnis. Das französische Jura kann zwar nicht mit seinem hochalpinen Pedant mithalten, was die Meereshöhen seiner Gipfel angeht. In Sachen Kurven aber muss es sich nicht verstecken. Vorbei an der Stadt „Montbenoit“ liegt auf780m Höhe im „Val du Saugeais“ am nördlichen Ufer des „Doubs“.1141 wurde hier ein Augustiner Chorherrenstift gegründet. Diese Klosterkirche wurde zur Grabstätte der Herren von “Joux“. Zwischen “Pontarlier und Morteau“ ist der “Doubs“ in einem urtümlich schönen Tal. Hier befindet sich die eindrucksvolle Grotte =Grotte du Tresor“. Südlich von der D437 beginnen vor der Stadt “Morteau“ die ersten zahlreichen Schluchten des“Doubs“.z.B. das „Defile d`Entreroche“. Die Straße windet sich am Fluss entlang, streckenweise unter natürliche oder in die Steilwand gesprengte Felsüberhänge. Der Fluss raus schnell unter uns vorbei, mit abrupten Biegungen und Stromschnellen. Willkommen zum Dorf “Villers – le – Lac“, das in leicht erhöhter Lage an einem Hang in einer weiten Talmulde des “Doubs“ liegt. Der “Lac de Chaillexon“, der See von “Villers – le – Lac“, ist durch einen Felssturz entstanden. Er wird zum Teil von steilen Felswänden eingerahmt, der Fluss fällt hier 27 Meter in die Tiefe. (Saut du Doubs) Nach diesem lehrreichen Aufenthalt steuern wir die D211 an. Im Dorf “Le Barboux“ fahren wir am „Cote de Grand Combe“ entlang. Die bewaldeten Tal hänge werden von verschiedenen Kalkfelsen durchzogen. Von dort aus gelangen wir nach “Grand Combe- des – Bois“. Im Dorf „Fournet – Blancherahe“ erhebt sich in der Nähe der 1031m hohe „Grand Mont“. Die Höhen sind vorwiegend von Wiesen- und Weideland geprägt, zeigen aber auch einige größere Waldflächen. Kleinen Dörfer, manche mit nur wenigen Häusern, lehnen sich an die hänge, die steil zum Fluss abfallen. Unsere Tour bringt auf die kleineD292 und zum Dorf “Damprichard“. Noch heute spielt die Uhrenindustrie hier eine wichtige Rolle, sowohl die Herstellung von Schmuckuhren, wie auch die Fabrikation von Uhrengehäuse und Armbändern. Dann geht es über den980m hohen „Col de la Vierga“. Er ist ein etwas abseits gelegener kleiner Pass, der uns zügig entlang der „Corniche de Goumois“ bringt. Die „Corniche de Goumois“ ist eine malerische Straße am linken Hang des „Doubs – Tals, mit herrlichen Aussichtspunkten und die zum Teil bis zu 100 m über der Schlucht liegen. So sausen wir zum Dorf “Goumois“ hinein. Das Grenzdorf liegt auf 505m Höhe, im tief eingeschnittenen “Doubs – Tal“ am linken Talhang, gegenüber der Schweizer Ortschaft “Saignelegir“. Auf der D437B fahren wir durch den Wald „Les Verboz“ zum Dorf „Trevillers“, dort Folgen wir der D237 nach “Maiche“. Hier geht es in vielen Kurven durch die Wälder, die mit Farnen und Moosen bewachsen sind. Die Stadt wird vom Burghügel „Maiche“ (837m) und vom überwiegend bewaldeten “Mont Miroir“ (981m) begrenzt. Dann zweigen wir ab auf die D464 Folgen der kurvenreichen Strecke bis „Cour – St. – Maurice“. Vom Flusslauf der “Le Dessoubre“ erstreckt sich das Dorf über einen rund 100 m hohen Steilhang. Diese Höhe wurde durch die Erosion des Flusses „Le Dessoubre“ und seiner Seitenbäche erreicht. Der Fluss bringt uns durchs „Dessoubre – Tal“. Manchmal wird das Teil eng, felsig und der Fluss tobt brausen in seinem schmalen Bett. Vorbei an kleinen Ortschaften erweitert sich das Tal wieder und Wiesen, auf denen Kühe weiden werden sichtbar. Wir folgen dem Fluss „Dessoubre“ abwärts um dann durch den “Foret de la Joux“ auf der D39 nach “Fuans“ zu kommen. Im  „Foret de la Joux“ sind wir im Reich des Tannenkönigs, hier stehen in etwa 20-30 km  die größten Tannenwälder Frankreichs. Wir Unternehmen noch einen kurzen Abstecher zum “Roche du Prete“ am „Cirque de Consolation“. (Roche du Prete = Priesterfelsen). Der Priesterfelsen überragt das Tal = Val de Consolation = um 350 Meter. Der Ort verdankt seinen Namen dem tödlichen Sturz eines Kirchenmannes im 17. Jahr. Im Talkessel entspringen drei Bäche  die „Dessoubre, Tabourot und Lancot“. In „Fuans biegen wir ab auf die D41 nach “Longemaison“ und in „St. Gorgon – Main“ fahren wir zurück auf die N57 nach Pontarlier.

 

  1. Tourentag: Pontarlier / Les Rousses

 

Die Straße N5 bringt uns hinunter auf den Grund einer Schlucht. Diese Verbindung ist typisch für die langen Hochtäler des hohen Juras. Die Eisenbahn überwindet dabei einen Höhenunterschied von 300 m mit weitausholenden  Bögen, einer davon auf einem klassischen Viadukt. Im nächsten  Hochtal kommen wir an einer Skistation vorbei. Der Blick geht weit ins Hochtal hinein, trotzdem wirkt der Ort im Sommer entsprechend trist. Auf der D304 setzen wir unsere Tour fort. Vorbei an kleinen Weiler und Hofgruppen gelangen wir zum Dorf „La Main Morte“ und nehmen Kurs auf die Stadt „Saint – Claude“. Die Stadt liegt auf 431 m über dem Meeresspiegel und erstreckt sich im Jura, tief eingeschnitten in einem Talkessel auf einem felsigen Geländevorsprung, über dem Zusammenfluss von “Tacon und dem Fluss Bienne“. Der Berg „Mont Chabot“ erhebt sich im Süden, der „Mont Bayard“ im Osten und der Höhenrücken des „Foret d` Avignon“ im Westen. Das wirtschaftliche Leben ist geprägt von der Tabakspfeifenherstellung, der Diamantenschleiferei und der Kunststoffindustrie. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie Zentrum der französischen Brillenherstellung. Wir cruisen auf komfortablen Asphalt und fahren über die Teufelsbrücke, (Pont de Pierre) durchs „Le Cret Pourri“, dort hat der reißende Fluss „Abyss“ eine spektakuläre Schlucht gegraben. Dann geht es durch mehrere Tunnel über den Pass „Col de la Savine“. Bis zum heutigen Tag fressen sich die Gewässer durch das weiche Kalkgestein hinein. Zurück bleiben diese tollen Schluchten, die von Menschen überbrückt werden und durch spektakuläre Straßen, die sich an den Schluchten entlang  winden. Erst auf der Hochebene wird die Straße wieder zügiger und wir genießen die Landschaft. Vorbei an der Stadt “Premanon“ geht es wieder Richtung  „Morez“. Die kurvenreiche Nationalstraße Nr. 5 führt uns durch den Wald, daneben verläuft auf dem hoch aufragenden Viadukt die Zuglinie „Swalbows“, Sie ist eine der schönsten Zuglinien Frankreichs. Im Tal von „Morez“, unterhalb des Bahnviadukts nehmen wir die kleine D126, durch die „Gorge de Bienne“. Es ist eine tolle Strecke, etwas holprig, schmal aber landschaftlich ein Highlight, denn der Straßenverlauf gibt immer an der Bahnstrecke, die hoch über uns liegt, entlang. Ein kleiner Zug folgt uns, um dann in einem der vielen Tunnel einzutauchen. Sodann zweigen wir ab auf dieD437 um durch den „Foret de la Joux Devant“ zu rauschen. Am „Lac de L`Abbaye“ legen eine Pause ein. In „St.- Laurent – en – Grandvaux“ biegen wir auf die D678 ab. So kommen wir am „Pic de L`Aigle“ (993m) vorbei = Adlerschnabel=, und an der Schlucht von “Illay“, die vom Fluss „Dombrief“ geprägt wurde. Kaum haben wir die Schlucht verlassen steuern wir „Clairvaux – les – Laces“ an. Sie liegt auf 541 m über dem Meeresspiegel auf einem Plateau zwischen dem Tal des Flusses „Ain“ und den bewaldeten Ketten des Hochjuras. Dicht bewaldeten Höhenzüge und winddurchtoste Hochebenen prägen fortan das Bild. Dünn besiedelt sind hier die Landschaften, lediglich in den Tälern geben die Böden den Menschen schon in früheren Generationen die Möglichkeit, Viehzucht, Milchwirtschaft und Forstwirtschaft zu betreiben. Weiter geht es zur Stadt “Labergement – Sainte- Marie“. Sie liegt am Oberlauf des Doubs, zwischen den Seen „Lac de Remoray“ und dem „Lac de Saint – Point“ und sind beliebte Badeseen. Kaum haben wir die Seen hinter uns gelassen, durchqueren wir wieder die „Cluse de Joux“. Die Schlucht durch die Berge des „Larmont“ ist gerade breit genug für die Straße und die sehr wichtige Eisenbahnstrecke nach „Neuchatel und Bern.

Die Burganlage des „Chateau de Joux“, die wie in einem Bilderbuch auf dem Hügel thront, bedarf es nur wenig Fantasie, sich vorzustellen, wie die Menschen in früheren Jahrhunderten hier gelebt haben. Dann fahren wir zurück nach „Pontarlier, durchs Tor „Porte Saint Pierre“(erbaut 1772 Jahr.). Reges Treiben herrscht in der Stadt, viele Geschäfte und Cafés können wir ausmachen.

  1. Tourentag: Fahrt in die Schweiz zum Lac de Neuchatel

Strahlend blauer Himmel unsere Tour führt uns heute auf dem Weg in die Schweiz. Auf schmalen Nebenstraßen geht es Richtung „St. – Croix“. Hier sind die Alpen schon in Sichtweite. Dann wird die Tour spannend: schmal, kurvenreich und stellenweise steil windet sich das kleine Asphaltband bis zum Ort „Viuteboeuf“. Die Stadt gehört zum Distrikt Jura – Nord  Vaudois im Kanton Waadt in der Schweiz an. Der „Lac de Neuchatel“ liegt  vor uns (Stopp am Balcon du Jura Vaudois), dabei geht es an den malerischen, traditionsreichen, jedoch unverwechselbare Dörfer vorbei. Weinberge, einladende Uferpromenaden, ein See in dem sich die ländliche  und faszinierende Landschaft wiederspiegelt. Der „Lac de Neuchatel“ ist der größte vollständig in der Schweiz gelegene See. Paragleiter schweben hinauf in die Lüfte und lassen sich von der Thermik treiben. Sodann nehmen wir unsere Tour wieder auf fahren durchs „Val  de Travers“. Es ist ein Längstal  im Neuenburger Jura der Schweiz. Der Fluss “Areuse“ fließt durch das Tal. Beeindruckend ist der Felsenzirkus des „Creux du Van“. Der heimliche Star im Tal ist jedoch die „Grüne Fee“ = der Absynth – Schnaps.“ So befinden wir uns also auf der Route „de I`Absinthe“. Die Landschaft des „Val de Travers“ ist geprägt von Tannenwäldern, schroffen Kalkformationen, Jurahöhen  und einem Naturschutzgebiet. Nun geht es Richtung „Les Brenets“ um zurück nach Frankreich zu kommen. Nun befinden wir uns wieder in der Region des “Saut – du – Doubs“. Es ist eine intakte Natur, wo sich der Fluss einen zauberhaften Fjord gebildet hat. Das durch Bergsturztrümmern gestaut Wasser des Flusses „Doubs“ bildet dadurch den “Lac des Brenets“. Unweit vom Ende des Sees liegt der 27 m hohe “Doubs –Wasserfall“. (Saut du Doubs). Wir befinden uns dabei in einem Canyon mit eindrucksvollen Felswänden, gesäumt von einem dichten Wald. Da die weitere Strecke gesperrt ist fahren wir zurück durch die naturgehauenen Tunnel und Schutzgalerien nach „Les Brenets“ zurück. Unsere Tour bringt uns weiter Richtung der Stadt “La – Chaux – de – Fonds“, in die so genannten „Franches Montagnes  = die Freiberge“. Entlang an herrlichen  Weiden, durch Alleen und Wälder, vorbei an einem versteckten Moorsee gelangen wir in die Stadt. Hier herrscht reger Verkehr. „La- Chaux – de – Fonds“ gehört zu einer der bekanntesten Uhrenstädte der Schweiz und ist die größte Stadt im Hochjura. Nun geht es wieder nach oben, Kurve, kurze Tunnel und linker Hand der Fluss „Doubs“. Es ist eine wunderschöne Landschaft und nach diesen echten Schräglagenvergnügen ist die Staatsgrenze nach Frankreich in Sicht. Den “Doubs“ überqueren wir auf einer schmalen Stahlbrücke. Nach der Brücke steht rechts die verlassene Zollstation“Biaufond“.Wir halten immer wieder an, nicht weil der Weg zu anstrengend wäre, sondern weil uns der Anblick dieser Felsformationen mit ihren Türmen den Atem raubt. Dann geht es zurücknach Pontarlier.

 

5: Tourentag:  Fahrt von Pontarlier nach Theys in die Rhone – Alpes

  1. Tourentag: Col du Chaussy (1532m) / Col de la Croix de Fer (2068m)

Unser Startpunkt ist das Dorf „Theys“, oberhalb von Grenoble  und      liegt in den „Isere – Savoyer – Alpen“.

Von „Theys“ beginnt unsere Tour auf der D523 bis zur Stadt „Goncelin“, dabei begleitet uns ein Stück der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV. Am Fluss „L`Arc“ entlang fahren wir von „Bourgneuf“ nach „Aiguebelle“, weiter zur Stadt „La Chambre“(441m), das im „Arc – Tal“ liegt. Zu den kuriosesten Bergstraßen in den französischen Alpen zählt ohne Zweifel die kehrenreiche „Montvenier – Serpentinenstraße“, über den „Col  du Chaussy“(1532m). Auf der kurvenreiche D99 passieren wir das Dorf „Montaimont“. Hier zeugt noch alles von der letzten „Tour de France“. Fahrräder in bunten Farben und gelb, grüne und weiße Fähnchen dekorieren noch die Balkone und Häuser. Die Strecke wird mit beachtlichen18 dicht übereinander angelegten Serpentinen bewältig. Im unteren Abschnitt ist die Straße vorwiegend einspurig und bei Gegenverkehr wird es auch für uns Motorradfahrer sehr eng. Von hier oben haben wir einen herrlichen Blick auf die „Maurienne“, wie das „Arc – Tal hier genannt wird. Die D77 bringt uns  schwungvoll hinunter nach “Saint – Jean – de – Maurienne“. Nach diesem spektakulären Abenteuer fahren wir am Fluss „L`Arc“ entlang zur Stadt. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von “Arc“, dem Fluss der das “Maurienne – Tal“ gebildet hat, und seinem Nebenfluss „Arvan“. Dort biegen wir ab auf die D78 und fahren über “Jarrier“ nach „Fontcouverte – la – Toussuire“. Vorbei an den berühmten Alpenberge und dem Tal der „Maurienne“ im Hintergrund. Obwohl nicht spektakulär sind die Kurven aber super, die vor allem bei der Tour de France als Strecke genutzt wird. (die Steigung liegt bei 6% und die Höhe bei ca. 1637m in la Toussuire). Vorbei an einigen Weiler und Einzelhöfe gelangen wir zur Wintersportstation „La Toussuire“, die am Osthang der „Tete de Bellard“ liegt. (Sie ist eine Erhebung des Arvan Villards – Massiv) .Die D926 soll uns über den „Col de la Croix de Fer“ (2068m) ins „Romanchetal“ bringen. Besonders eindrucksvoll ist die Strecke der „Combe Genin“. Sie ist eine Schlucht mit steil und tief abfallenden Hängen. Die Pass-Straße verläuft hoch über dem Fluss „Arvan“ und weist drei Felstunnel auf. Der weitere Anstieg zum Pass vollzieht sich über acht lang gezogene Kehren. Landschaftlich und abwechslungsreich gestaltet sich unserer Fahrt. Auf der Scheitelhöhe steht rechts neben dem Gasthaus das „alte Eisenkreuz“, welches dem Pass seinen Namen gab. Hier oben genießen wir einen herrlichen Panoramablick auf die Berge „Meije“(3983m) und den charakteristischen Dreizack der „Aiguilles d`Arves“(3983m). Nach dem kurzen Stopp geht es weiter, dabei liegt aussichtsreich der kleine Bergsee “Lac de Grand Maison“, auf der teilweisen schmalen Straße vor uns. Die Berge spiegeln sich in der Sonne in dem See wieder. Unsere weitere Tour führt uns auf dieD526, dabei geht es durch die „Combe d`Olle“. Es ist ein Tal das von dem Bach „Eau d`Olle“ durchzogen wird. So sausen wir weiter am “Lac du Verney“ entlang, einem Stausee der in der Gebirgsregion “Oisans“ liegt. Vorbei an “Allemont“ biegen wir ab auf die N 91 und gelangen in die „Gorges de la Romanche“. Eine bezaubernde Landschaft mit Ausblick bis ins „Romanche – Tal“. Entlang des Flusses „Romanches“ geht es zügig auf die D524 zur Stadt “Vizille“.Vizille war die Wiege der französischen Revolution und in der Antike eine befestigte Stadt. Das Wahrzeichen ist aber das Schloss “Lesdiguieres“. Von “Vizille“ steuern wir “Martin – d` Uriage“ auf derD280 an. Bei einer  17% Steigung nehmen wir die kleine Straße die rund um die Hügel führt, hinauf zum „Col des Mouilles“(1020m). Oben auf dem Pass präsentiert sich das hohe „Belledonne“ in voller Schönheit. Die „Belledonne“ ist ein kristallines Massiv, fast alle Gipfel sind Zweitausender. Der höchste Gipfel ist der „Grand Pic Belledonne“(2977m). Unberührte Täler mit kleinen Bächen  und bunten Wiesen, Höhenzüge mit Gletschern und Bergseen bietet diese faszinierende Region. Nach so vielen Naturschönheiten setzen wir unsere Tour fort und folgen der Strecke über den „Col de Ayes“(379m) bei einer 2,7% Steigung zurück zu unserem Startpunkt./Theys,

 

  1. Tourentag: Grenoble – Villard de Lans

Von “Theys“ aus steuern wir das Dorf „le Touve“ an. Dabei führt uns unsere Route über den „Col de Marcieu“(1065m). Der „Col de Marcieu“(1065m) ist ein kleiner Bergpass im „Massiv de Chartreuse“. Die „Chartreuse“ ist ein Gebirgszug der Alpen und ist stark geprägt durch Forst- und Landwirtschaft. Die natürliche Umgebung ist von Wäldern aus Laub- und Nadelbäumen, riesigen Rasenflächen, die unterbrochen von Felsen und seltenen Feuchtgebieten umgeben ist. Auf derD30 folgen wir zurD282 zum Dorf “Chapareillan“. Von dort überqueren wir den „Col du Granier“(1134m). Der Pass liegt am Fuß des mächtigen „Mont Granier“(1933m), dessen imposante Nordansicht wild und steil über dem Pass in die Höhe ragt. An den Hängen sind zahlreiche Weinberge angesiedelt. Von der D912 biegen wir ab auf die D45, dabei überqueren wir den „Col de la Cluse“(1169m). Der Pass lädt uns zum Halten an, etwas frisch – anders als an den sonnigen Hängen des Tals von  „Entremont“, über dem die Berge aufragen. So halten wir immer wieder an, weil uns der Anblick dieser Landschaft zum Staunen bringt. Unsere Route führt uns weiter auf die D45, dabei geht es über den “Col des Egaux“(958m) zum Dorf “Saint- Jean – de – Couz“. Innerhalb weniger Kilometer können wir drei Cols befahren, mit landschaftlich schönen Ausblicken in die Schluchten und in die einsame, wilde Natur der „Charteuse“. Wir biegen in “Saint –Jean- de -Couz auf die N6 ab, um die „La Grottes des Echelles und die La Grotte St. Martin“ zu bestaunen. Zwei Höhlen öffnen sich in den Felswänden =  die Höhlen von Echelles. Die obere davon ist eine Quellhöhle, deren ersten 200 m für Touristen erschlossen ist. Nach wenigen Metern verwehrt ein Eisentor den weiteren Weg. In Saint Christophe kann man die Höhle „St.Christophe la Grotte“ bestaunen. Ein schmaler Wanderweg führt zwischen Felsen und Wald durch die Schlucht „Guiers (= sardischer Weg), mit seiner römischen Brücke und der archäologischen Stätte von „Fru“. Der alte sardische Weg war die Verbindung zwischen Lyon und Turin. Über die alte Römerbrücke hat man die Möglichkeit, auf kleinen wegen in die Schlucht „Guiers“  zu gehen. So setzen wir unsere Tour auf der D520 fort und sausen über den „Pas du Frou“(15%), sowie durch die „Gorges du Guiers Vif“(672m). Die Fahrt, an der mit 150 m hohen senkrecht aufragenden Felswänden entlangführenden Straße, gehört zum eindrucksvollsten, was das „Chartreuse – Massiv“ zu bieten hat. Frou heißt im savoyischen Dialekt = schauerlich, furchterregend, da auch Steinschlag die Route gefährliche macht. So erreichen wir „St. Pierre – d`Entremont“. Der Wildbach im Ort markierte früher die Grenze zwischen Frankreich und Savoyen. Dann nehmen wir die D 102 unter die Räder sausen über den „Col du Cucheron“(1139m). Ist ein kleiner Pass eigentlich nicht spektakulär. “St. Pierre – de Chartreuse“ liegt inmitten des „Chartreuse – Gebirge“, am Ufer des Flusses „Guiers –Mort“. In dem abgelegenen Seitental befindet sich das Mutterkloster des Kartäuserordens. Der Fluss „Guiers“ hat eine malerische Schlucht gegraben. Auf den hohen Kalkfelsen der mit herrlichen Wäldern Schlucht, wachsende Tannen abenteuerlichsten Positionen. Vor „Sassenage“ überqueren wir den „Col de la Placette“(587m). Die D 520 uns durch die „Gorges d`Engins“. Wir befinden uns im „Parc  Regional du Vercors“. Das “Vercors“ wurde 1970 zum größten Regionalpark der Nordalpen. In der Schlucht fallen uns die hoch aufragenden, vielen Stellen glatt geschliffen Felswände, die sich rechts und links der flachen Wiesen des „Furon – Tals“ (1052m) erheben, auf. Der Gebirgsstock des “Vercors“, im äußersten Westen der französischen Alpen, wirkt wie eine überdimensionale Trutzburg. Eine Landschaft mit tiefen, schroffen Schluchten und wilden Felsabstürzen, weit verzweigten Höhlensystemen  und  verträumten, kleinen Örtchen. Auf schmalen  und kühn angelegten Straßen kann man diese Gegend hervorragend erkunden. In „Villard – de – Lans“  tanken wir, um dann auf griffigen Asphalt,  schwungvoll den Rückweg nach „Theys“ anzusteuern.

  1. Tourentag : Theys / Alpe d`Huez / Col de Sarenne(1999m)

Die französischen Alpen sind einsame, raue und zerklüftete Berge, von dessen Höhe aus der Blick auf eine unglaubliche einsame Bergwelt schweift. Die Zivilisation scheint hier oben ganz weit weg zu sein. Von Theys befahren wir dieD280, dabei überqueren wir den  „Col des Ayes“(379m), sowie den „Col des Mouillers          (1020m). Es geht Richtung „Sonnant“, rechts von uns erhebt sich das „Belledonne Sept. – Laux“, mit seinen hohen Bergen.(z.B. Gr. D. Pic de Belledonne (2978m),Gr. De Lance de Domene (2790m). In Sonnant biegen wir ab auf die D524 um zur Stadt „Vizille“ zukommen. Vizille befindet sich im Herzen von drei Bergtäler, die durch die massive “Belledonne“ Vercors und Oisanas“ dominiert wird. In „Vizille“ stand die Wiege der französischen Revolution. Unsere Tour bringt uns kurz auf dieN85 zur: Route de Napoleon“. Die „Route de  Napoleon“ wird so bezeichnet, da es die Marschroute, die Napoleon 1769 – 1821 von “Golfe – Juan  (bei Antibes) Über Grasse, Digne, Sisteron und Gap bis nach Grenoble zurücklegte. Die Straße ist durch Schilder mit kaiserlichen Adlern markiert, da der  7-tägige Marsch von Napoleon auch als Adlerflug (Vol d` Aigle) bezeichnet wird. Vorbei am „Lac de Mort“ fahren wir in der Stadt „Laffrey“ auf die kleine unscheinbare, aber super Strecke der D113 bis nach „St. Barthelemy de Sechilienne. Die Gemeinde liegt im “Departement  Isere und der Region „Auvergne – Rhone – Alpes.“ Auf der D114 fahren wir nach „La Morte“ am Fluss “Roizonne“ entlang. (Durch den Parc National des Ecrins). Im Dorf “Sievoz“ Folgen wir der D526. Entlang des Flusses “Maisanne“ fahren wir über den „Col  d`Ornon“(1371m). Die StraßeD526 verbindet “Entraigues“ im Drac – Tal mit „La Paute“ im „Romanche – Tal. Die Pass-Straße des „Col d`Ornon“ ist eine recht flache Verbindung zwischen den Tälern der Flüsse „Romanche“ im Norden und dem „Drac“ im Süden. Die gut ausgebaute Straße ist ruhig und landschaftlich schön, aber sonst unspektakulär, sie weist keine größeren Steigungen auf und hat nur wenige Kurven. Die Befahrung des „Col d`Ornon“ ist für uns nur ein Abstecher um nach „Alpe d`Huez“ zu kommen. So kommen wir in “Le Bourg – d`Oisans“ hinein. Bekannt international ist der Ort durch die Tour de France geworden. Nach passieren des Ortes und der Brücke über den Fluss „Romanche“, beginnt der 13,8 km lange Aufstieg nach L` Alpe d`Huez“ in den „Dauphine – Alpen“. Die kühn angelegte D211 ist eine einspurige Asphaltstraße, mit drei Galerien und einem Tunnel. In einer 500 m hohe, fast senkrecht abfallenden Felswand gehauen. Die weiter Auffahrt verwöhnt uns mit eindrucksvollen  Blicke auf das „Pelvoux – Massiv, mit der „Roche de la Muzelle“(3465m). Der Hotelort  hat sein Skigebiet an den Berg hängen der „Grandes Rousses“ und ist berühmt durch die Leiden der Tour de France. Zwischen „L`Alpe d`Huez“(1860m) und dem Stausee von „Chambon“ besteht durch die GR 549 eine landschaftlich reizvolle Straßenverbindung. Sie überquert am „Col de Sarenne“(1999m) die Wasserscheide zum Hochtal des „Ferrand“. Auf der Scheitelhöhe(9%) haben wir einen prächtigen Ausblick auf die majestätisch aussehenden Berge. Das schmale und teilweise holprige Sträßchen bringt uns zum Dorf “Mizoen“, vorbei am “Lac du Chambon“. Das Dorf liegt im rätoromanischen Tal. Die Straße ist alt und schmal vom „Sarenne“ ohne Randsicherung. Viel Steinschlag liegt auf der Straße, wegen der Tour de France wurden wohl die mit Steinplatten ausgelegten  Bachfurten entfernt. Unterhalb des Ortes „Freney – d`Oisans“ (auf der N91) bildet der Fluss „Romanche“ die imposante Schlucht „Gorges de I`Infernet“. Die unteren hänge sind weit gehend bewaldet und am Ufer des Flusses erhebt sich steil das Gebirge. Der “Foret de Riouperoux“ ist ein riesiger Wald. Von „Rochetaille“ fahren wir über „Sechilienne“ zurück nach “Vizille“. Danach quälen uns durch Grenoble zum Basislager in Theys.

 

  1. Tourentag: Heimfahrt von Theys nach Stürzelberg