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Spanien 2010

Urlaub: 2010 Nordspanien – Asturien und Kantabrien zum „Picos de Europa“

Erster Tourentag: Stürzelberg – Frankreich, Rast am Becken von Arcachon

Zweiter Tourentag:

Vom Becken von Arcachon geht es an der Costa de Cantabrica am Meer entlang, vorbei an der Stadt Castro Urdiales mit ihrer mächtigen, gotischen Kirche aus dem 13. Jhr. „ Santa Maria „. und an den malerischen Stränden von Santander wie z. B. „ Playa de Laredo de Salve „. In Unquera nehmen wir die N 621 um zur Stadt Potes zu kommen. In der Schlucht „ Desfiladero de la Hermida „ geht es am „ Pico de la Pelea (1379m) vorbei. Daran können wir schon sehen, was für Naturschönheiten uns auf unseren Touren erwarten. Einige englische Oldtimerautos zuckeln vor uns her. In Potes nehmen wir den Campingplatz „ La Viorna „ als Basislager.

 

Dritter Tourentag: Potes – Parador de Fuente De – Vega de Liebana – A894 nach Cucaya

Wie eine überdimensionale Gebirgswand steht steil und hoch das „ Massiv Picos de Europa „ vor uns. Hell leuchtet der Granit in der Sonne. Von Potes aus geht es mit jähen Gipfeln, steilen Hängen, grünen Tälern und tiefen Schluchten auf der CA 185 nach Fuente De. So tauchen wir in den „ Parque Nacional de los Picos de Europa „ ein. Die Gipfel erstrecken sich dabei über drei Regionen = Asturien, Kantabrien sowie Kastilien-Leon. Die Cordilleras de Cantabrica sind die wildesten und schönsten Gebirgslandschaften Spaniens. Die Seilbahn bringt einen auf  ein um 900 m höher gelegenes Felsplateau. Wir genießen einen atemberaubenden Ausblick auf die Gipfel z. B. „ Pico del Jierro (2438m), Pico Cortes (2370m), Natanjo de Buenes (2519m), Pico Tresorero (2570m) und dem Pena Vieja  = Central Massiv des Picos de Europa. Es ist eine schroffe Landschaft mit zum Teil üppiger Vegetation, mit einer beeindruckenden Fülle der Flora und Fauna. Durch die „Sierra de Fuente Castrada „ geht es auf die N621 zurück. Nun beginnt der Kurvenspaß durch Buchen-und Mischwald, am „ Rio  Vejo „ entlang. Im Dorf  Bores nehmen wir die CA 896, die uns hinauf zur „ Vega de Liebana „führt. Es wird wohl nur von den Bewohnern des Dörfchens benutzt, weil es eine schmale Straße mit wechselhaftem Zustand ist. An der Kirche „ Iglesia de Llavesy Vallejo „ halten wir kurz an. Von hier oben geht der Blick auf die grünen bewachsenen Höhenzüge der Berge, bei stahlblauem Himmel. Dann geht es durch das kleine, verwinkelte Dorf zurück. Hier und da stehen so genannte „ Horreos“ am Straßenrand. Es sind die in Galicien üblichen Kornspeicher, die auf Steinpfeilern errichtet werden um Ratten und Mäuse fernzuhalten. Von der N621 fahren wir nach La Vega um auf der CA 894 nach dem Dorf Cucaya zu kommen. Ein unerwarteter Kurven-Flickflack bringt uns hinauf zum „ Mirador Sopena „. Von hier aus blicken wir auf die faszinierende „ Vega de Liebana „. Überall um die Bergfelsen kreisen stolz Geier und Adler um die Bergspitzen. Sie nutzen die Thermik aus, um auf Höhe zu kommen. Durch handgehauene, dunkle Tunnel kommen wir dem Dorf Cucaya immer näher. Eingebettet inmitten der Berge  liegt, etwas verschlafen im Tal, das Dorf Cucaya. Nach diesen spektakulären Fahrerlebnissen geht es über die N621 zurück nach Potes. Über unseren Campingplatz thront das Kloster „ Monasterio Santo  Toribio de Liebana“, aus dem sechsten Jahrhundert. Es birgt ein Sakrileg, das so genannte „ Lignum Crusis“, es soll ein Teil des Kreuzes Jesu Christi sein, was hier im Kloster aufbewahrt wird.

Vierter Tourentag: Potes – Reserva Nacional de Fuentes Carrionas – Stausee Embalse de Requejada – Pico Tres Mares

Malerisch liegt Potes am Rio Deva zwischen schneebedeckten Gipfeln des östlichen „ Picos de Europa „. Der alte Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert -Torre del Infantado , dient heute als Rathaus. Die mittelalterlichen Steinhäuser säumen die engen Gassen, mit vielen kleinen Läden.

Auf der schmalen, kurvigen CA184 fliegt die grüne und saftige Landschaft an uns vorbei. Viel Landwirtschaft Viehzucht prägt die Gegend, mit Dörfern die zum Teil an imposanten Bergmassiven angesiedelt sind. In Valdeprado nehmen wir die CA281 durch die „ Sierra de Pena Sagra „ mit ihrem gewaltigen „ Monte de Cuesta Cabrend „ (1522m) und dem „ Pico de la Astilla „ (1460m) unter die Räder. Bizarre Felsformationen türmen sich auf, tief hat sich der Rio Nansa durch die Schlucht gegraben. Am Stausee Ed La Cohilla stoppen wir unsere Fahrt. Die Aussicht von mir oben ist einfach grandios. Weiter geht es auf der schmalen Straße, wobei die gemauerten Kehren sich ca. 150 m bis 200 m in die Tiefe stürzen. Was für eine architektonische Glanzleistung. Bis zum Horizont wellt sich eine leicht hügelige Landschaft, der Wind trägt ein Potpourri von verschiedenen Düften in unsere Nasen. Wie eingewachsen in die Landschaft liegt das Dorf „ La Lastra „ im Tal, mit dem kleinen See E. d. la Lastra. Hier im Bauernland weiden Schafe und Pferde frei herum und teilen so mit uns die Straße. Bei unserer weiteren Tour kommen wir zum Dorf Puentenansa und nehmen die CA182 durch die „Sierra del Escudo de Cabuerniga „. Wir überqueren dabei den „Puerto Collada de Carmona (611m). Auf der GA280 ist es mit der ruhigen einsamen Nebenstrecken zu Ende, mit Schwung sausen wir durchs „ Valle de Cabuerniga „. Dann kommt eine super schnelle Strecke durch eine hügelige Landschaft mit runden, satt grünen Höhenzügen. Am Aussichtspunkt „Puerto de Palombera „(1260m), bestaunen wir die Berge der „Sierra de Barcena Mayor „ im Parque Natural Saja – Besaya“. Im Dorf Espinillia schwenken wir ab auf die CA183 um zur „ Sierra de Pena Labra „ zu kommen. Das Hinterland mit seinem mittelalterlichen Städten und ursprünglichen Kirchen passt so gar nicht zu dieser rauen Region. Die steile Kurvenstraße hat sich in den Berghängen tief eingegraben. Eine Besonderheit im Kantabrischen Gebirge ist das so genannte „ Pico de Tres Mares „d.h., die Bergspitzen der drei Meere. Drei Flüsse fließen von hier aus in drei verschiedene Meere.

In das Kantabrische Meer / Mittelmeer / atlantischer Ozean.

In der  „ Sierra del Cordel „ erhebt sich der Berg „ Ijan“ (2084m) majestetisch. Dann fahren wir die Sackgasse zurück und im blauen Dunst der Sonne glänzt am Horizont der fjordartige „ Embalse del Ebro „. Am Aussichtspunkt „ Branavieja (1580m) legen wir einen Fotostopp ein. Von hier oben sieht man, wie sich die Straße wie ein Spaghettiknoten  ins Tal hinab schlängelt. Vorbei am „ Hermandad de Capo de Suso „ geht es zurück ins Dorf Espinilla, um auf die CA280 zu kommen. Fahrerisch wird es jetzt ruhiger, wir cruisen durch die „ Sierra de Hijar „ vorbei an dem gewaltigen Berg „Pena Majaducas „(1929m). Unsere Tour bringt uns bis zum Dorf Revilla de Santullae, nach dem Abzweigen folgen wir der kleinen Straße PP2123 bis „ Salinas de Pisuerga „. Vor uns liegt der große Süßwasserspeicher „ Embalse de Aguilar de Campoo“, der auch schon mehr Wasser hatte. Die Straße geht am Fluss entlang und folgt ihm mit jeder Biegung. Auf der CL626 fahren wir bis zur“ Cervera de Pisuerga „ zeigen ab zur CL627 und sausen am „Embalse de Requejada“ vorbei. Die Bäume wiegen sich im Wind und ein fetziges Kurven- und Kehrengewitter beginnt. Wir stoppen erst unsere rasante Fahrt am Aussichtspunkt “Puerto de Piedrasluengas „(1355m), dass am Fuße der  „ Sierra de  Pena Labra“ liegt. Der Duft von frischen Kräutern liegt in der Luft. Es ist eine grüne Wiesenlandschaft mit einer wuchtigen Bergkulisse. Grasende Rinder stehen und liegen auf den Wiesen und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Auf der CA184 fahren wir zurück nach Potes.

 

Fünfter Tourentag: Potes / Cain – Cavadonga

Auf der N621 sausen wir am Aussichtspunkt „ Mirador de Llesba „ (1675), am „ Puerto de San Gloria“ (1609m) vorbei, dabei befahren wir die „ Sierra Medina“(2234m). In Portilla de las Reine nehmen wir die LE243 hinauf durch das „Valle de Valdeon“. Mächtige Felsaufschlüsse beherrschen das Tal. Über die kurvige Nebenstrecke mit den uralten Dörfern, die sich seit Jahrhunderten nicht verändert haben, fahren wir weiter. Hier in dieser Gegend sieht man noch die landestypischen Vorratsspeicher „Horreos“. Es sind Kornspeicher, die wie Pilze auf hohen Beinen in der Landschaft stehen, so dass keine Nagetiere hinaufklettern können. Kurvig und Eng zwängt sich die Straße durch die bizarren Gesteinsformationen. In dem Dorf Posada de Valdeon nehmen wir die  gefährliche Wegstrecke hinauf nach „Cain de Valdeon „. Der Rio Cores grub im Zentrum der Picos eine Schlucht, die einem atemberaubenden Weg folgt, durch Tunnel und über Brücken geht es weiter. Die saftigen grünen Wiesen des Tals dienen den Kühen als Weideplatz. Die Schlucht „ Gargantadel Caves „lädt zum Wandern ein, was auch einige Leute heute nutzen. Cain ist ein Dörfchen in den Kantabrischen Bergen, hier vereinigen sich der Rio Cares und der Rio Chico zu einem Fluss, der ins Tal rauscht. Das Sträßchen wird immer schmaler, der Belag ist super zum befahren und die dicht stehenden Bäume zaubern ein Sonnen- und Schattenspiel. Wir durchqueren Felsüberhänge und fahren an bizarren Kalksteingebilden vorbei. Am kleinen Gasthof legen wir eine großzügige Kaffeepause ein, denn die Landschaft ist einfach überwältigend. Von hier aus geht es nur noch zu Fuß weiter z.B. zum Refugio de Marques de Villaviciosa. Nach so viel Erholung fahren wir die Sackgasse wieder zurück. Auf der LE244 fahren wir zügig zum Aussichtspunkt „Puerto de Panderrueda (1450m) durch die „Sierra Caballo“. Am “Puerto de Ponton“(1280m) zweigen wir ab auf die N625 und fahren durch das Dorf Oseja Sajambre. Die Häuser hier haben noch die typischen verglasten Balkone. Die Strecke bis „ Cangas de Onis „führt uns durch die Schlucht „Desfiladero de los Beyos“. Es ist eine tiefe enge Schlucht mit hohen Kalksteinfelsen, die sich durch das Gebirge gegraben hat. Der Rio Sella fließt in der Tiefe an uns vorbei. Einen kurzen Stopp legen wir an der efeuumrandeten Brücke ein. Diese wurde in der Zeit von Alfons XI. König von Kastilien 1312-1350 erbaut. Im Dorf Soto de Cavadonga geht es auf der AS262 am Rio Reinazo entlang, hoch zur Stadt Cavadonga. Hoch über der Stadt thront die neoromanische Basilika „St. Maria la Real „. Erbaut wurde Sie 1886-1901 am Ort vom historischen Sieg des Adeligen Pelayos gegen die Mauren. Pelayos war Herrscher der Westgoten und Anführer einer Gruppe westgotischer Adeliger. Er beschwor die asturischen Dörfer zu einem bewaffneten Widerstand auf. In der Schlacht von 722 siegten die Christen über die Mauren. = Pelayo wurde zum Nationalheld =. Auf der CO4 fahren wir am „Mirador de la Reine „vorbei, durch die „ Sierra de Coralierda“. Gelbe Ginster blühen in der Sonne inmitten schroffer Felsen. Das windungsreiche Sträßchen führt als Panoramastrecke am Berg entlang. Unser Blick fällt auf grünbewachsene Berge und im Tal liegen verstreut kleine Dörfer. Kurz hinter dem „Mirador de la Reine „kommen wir zum blau schimmernden „Lago de Enal“. Er liegt auf einem Kalksteinplateau, unterhalb des Gipfels „Pena Santa“. Dann kehren wir um, da wir uns noch die Höhle mit der Kapelle, indem das Grab des Kriegers Pelayo, sowie die Basilika „St. Maria Magdalena „ und die Statue des Pelayo ansehen möchten. Die Kapelle die malerisch an einer Bergflanke überdacht in einer Höhle liegt, soll Pelayo gelebt und gebetet haben, vor seiner großen Schlacht. Zurück legen wir einen Zahn zu, damit wir auf der AS114 zügig zum Aussichtspunkt „ Poo de Cabrales „ kommen. Vorbei an der “Penamellera Alta“ die uns in wundervollen Schleifen durch die Berge führt, nehmen wir die N621 Richtung „Desfiladero de la Hermida, wo es geht halten wir an, um die natürliche Schönheit des Landes und die Luftt zu genießen. (Hermida – Schlucht mit dem Rio Sorda). An der „Cillorigo de Liebana vorbei, geht es zurück nach Potes

 

Sechster Tourentag: Potes – Embalse de Riano

Die sechste Tour unserer Reise bringt uns noch einmal tief hinein in den idyllischen Nationalpark, dessen weitgehende unberührte Natur wohl jeden begeistert. Wir fahren auf der CA184 zur CL627 vorbei am „Embalse de Requejada“ der vom Rio Lares und dem A.O. de Mondeno gespeist wird. Trotz der steinigen Landschaft sieht man hier und da einige blühende Pflanzen. Natürlich ist die schmale, kurvenreiche Straße ein fahrerischer und landschaftlicher Traum. Im Dorf Cervera am „Embalse de Cepuera – Ruesga „, zweigen wir ab auf die P210. Blitzsaubere Dörfer reihen sich an der Landstraße auf, die ins Gebirge hinein führt. An dem Aussichtspunkt „Alto de la Varga „(1413m), blicken wir in die faszinierende Bergwelt der „Sierra del Brezo „mit dem hohen Berg „Cueto Palomo „(1866m) hinein. Während wir durch die „Trello „fahren, sausen wir durch das große „Reserva Nacional de  Fuentes Carrionas“. Über diese einsame, sehr kurvige Strecke rauschen wir weiter. Holprig wird die Straße, mit zum Teil karstigen Felsformationen auf der P216. Entlang des „Embalse de Camporredondo“ zwängt sich die Panoramastrasse weiter zur „Sierra de Canales“. Dort teilen wir die Straße wieder mit tierischen Verkehrsteilnehmer (Pferde und Kühe), mit denen man ständig rechnen muss. Sonst sind wir ziemlich alleine auf der Strecke. Dann schlagen wir einen großen Bogen um den „Embalse de Cumpuerio „ um auf der P210 zügig zum Dorf Guarda zukommen. Wir nehmen die CL626 bis zum Dorf Puente Almuhay, und die LE232 zum Dorf Valderrueda. Dabei rollen wir durch  uralte Dörfer, in denen sich seit Jahrhunderten kaum etwas verändert zu haben scheint. Nur die vor den Höfen geparkten Autos wollen nicht so recht ins altertümliche Bild passen. Die Berglandschaft mit ihrer üppigen Vegetation und mit der weit verbreiteten Landwirtschaft, prägen die Umgebung. Malerisch liegen die Dörfer mit ihren aus alten Stein und Holz erbauten Bauernhöfen. Frisch bepflanzte Balkone, Wäscheleinen, an denen Laken und Hemden im Wind flattern, dokumentieren hier noch heile Welt. Abwechslungsreich ist unsere weitere Fahrt, dabei geht es zügig über den „Puerto el Pando“(1432m) und den“Puerto de Monteviejo(1433m). Je höher wir kommen, desto mehr geht es durch sattgrüne Wälder zum „Boca de Huergano“ auf der N621. Auf den Berg hängen stehen vereinzelt „Teitos“  = steinere Hütten mit Strohdächern, die in Asturien von Hirten zum Schutz vor Wind und Wetter benutzt werden. Eine alte römische Brücke, gut erhalten, lädt zum Fotostopp ein. Am Horizont können wir schon den „Embalse de Riano „ausmachen, der vom Rio Cordijal und dem Arroyo de Valle gespeist wird. Die Stadt Riano eingerahmt von einer beeindruckenden, karstigen Felsformation. Mächtige Felsen und Steinquader ragen aus dem „Embalse de Riano“, der an einen Fjord erinnert. Es geht weiter durch das eindrucksvolle Tal auf der N625 bis zum „Puerto del Ponton“(1909m). (Reserva Nacional de Riano). Auf der LE244 halten wir am Aussichtspunkt „Puerto de Panderruedas(1450m) an. Gewaltig erhebt er sich aus der Landschaft der „Picos de Cornion“(2596m). Im Dorf Prada de Valdeon nehmen wir die LE243 unter die Räder, zurück nach Portilla de la Reine. Auf der N621 halten wir kurz an am „Puerto de San Glorio“(1609m), um durch die Traumlandschaft hinauf zum  „ Steineren Bär „ zu laufen. Von hier oben ist das „ Picos de Europa – Massiv“ mächtig und gewaltig anzusehen. Das grüne Gras bewegt sich leicht im Wind und legt sich über die zerklüftete Hochebene wie ein Teppich. Am Aussichtspunkt „Mirador de Llesba“(1675m) steigt uns schlagartig Brandgeruch in die Nase. Eine kleine Feuerwalze schlängelt sich den Berg hinauf. Mehrere Helikopter mit Wasserbehälter sind unterwegs, um den kleinen Waldbrand zu löschen. Nachschub holen Sie sich aus den nahe gelegenen Stauseen. Wir schauen in eine Weile faszinierend zu, dann geht es zurück nach Potes.

 

Siebter Tourentag: Potes – Las Medulas

Es geht über Leon zu den Gold- und Silberminen von „Las Medulas“.

Sie liegen in der Region El Bierzo.  Diese Region im Nordwesten der Provinz Leon ist durch herrliche Berge malerisch eingerahmt. Uns erwarten atemberaubende Landschaften, hübsche Dörfer und malerische Seen. Schon vom Weitem können wir die herrliche Kathedrale von Leon ausmachen.

Leon: War Königssitz von Kastilien im spanischen Mittelalter. Die Stadt wurde 68 n. Chr. als Lager für die VII. Legion der Römer gegründet. 914 verlegte König Ordono II. die christliche Hauptstadt von Oviedo hierher. Berühmt ist an der Kathedrale von Leon die Fensterrose an der Westfassade. Das Fenster ist aus dem 14. Jahrhundert und zeigt Maria mit dem Kind, umgeben von zwölf musizierenden Engeln.

Las Medulas: Der der erste faszinierende Eindruck ist die Farbe Rot. Seltsam geformte, rot leuchtende Bergspitzen stechen in dem blauen Himmel. Es ist ein seltsames Naturphänomen denkt man sich, doch es ist wie ein Kunstwerk von Menschenhand geschaffen, aber eigentlich ist es ein Werk der Zerstörung. Nicht natürliche Errosion hat die Kegel und Spitzen aus dem Fels geschaffen, sondern menschlicher Erfindungsreichtum. “Ruina Montium“, nannten die Römer die Bergbautechnik, mit der sie die Berge in der eroberten Provinz „Terraconensis“ durch Wasserkraft sprengten, um an die goldhaltigen Schichten zu gelangen. Die eindrucksvolle, von knorrigen Kastanien bewachsene Landschaft genießen wir vom Aussichtspunkt in „Orrellan des de la Galeria“sowie die riesigen Löcher wie z.B. „La Cuevona „ und „La Encantada“. Nach diesen beeindruckenden Bilder geht es auf den Rückweg, da es doch relativ viele Kilometer bis Potes sind.

Morgen verlassen wir Asturien / Kantabrien, um in Frankreich Station zu machen.

 

Achter Tourentag: Lourdes –  Col  du Tourmalet (2115m) – Cirque de Troumouse – Col de Tentes (2322m)

Unsere Station ist der Campingplatz in Lourdes – Camping d` Arrouach.

Lourdes ist wohl, wie der Vatikan in Rom, ein Pilgerziel für alle gläubigen Christen. Die Burg von Lourdes thront auf einem steilen Felsen. Im elften Jahrhundert diente es als Grafensitz, Gefängnis und als Kasernen. Unsere Tour führt uns vorbei am Berg „Pic du Jer“(948m) auf die D26, Richtung Juncalas. Die D26 ist eine schmale, enge Straße die uns durch die so typische, sanfte Hügellandschaft bringt. In kleinen Mulden stehen dicht an dicht die Bauernhäuser und auf den Feldern riecht es nach frisch gemähtem Gras. Von der D7 aus gelangen wir auf die E26 bis zur Stadt Arrodetes – ez – Angles. Auf der D18 zweigen wir ab auf die D 88, dabei durchqueren wir den „Parc Therme de Salut“, um nach der Stadt Bagneres – de – Biggore  zu kommen. Nun geht es mit Schwung zur D935 an der „Grotte de Medous“ vorbei, durchs „Valle de Campan“ zum „Col du Tourmalet“(2115m). Er ist ein muss für jeden begeisterten Motorrad- und Fahrradfahrer. Schriftzüge auf dem Asphalt zeugen von der diesjährigen “Tour de France 2010“. Hier und da sitzen aus Stroh ausgestopfte Puppen in Lebensgröße auf Fahrräder, mitten auf den Balkonen der Häuser. Das ganze „Valle de Campan“ fiebert mit den Akteuren mit. In St. –  Marie – de – Campan  folgen wir der D918 nach La Mongie. Es ist ein hässlicher Retortenskiort, der im Sommer fast ausgestorben ist, nur eine Handvoll Rad- und Motorradfahrer, sowie fleißige Bauarbeiter kreuzen unseren Weg. Wir erkämpfen die engen und steilen Kehren bis zum baumlosen Gipfel. Hoch erhebt sich steil der „Pic de Peine Blanque(2441m), der Pic des Quatre Termes (2724m), der Pene Arrouye (2420m) sowie das Massiv de Neouville. Der Hohlweg ist kurz und schmal. Das Raddenkmal zeigt uns, dass wir die 2115 m des „Col du Tourmalet erreicht haben. Der höchste Punkt ist aber der „Pic du Midi de Bigore (2872m), mit seinem  „Observatoire les Laquets“(Observatorium). Weit geht unser Blick in die abgrundtiefen Täler. Die Abfahrt mit ihren sehr steilen, engen Kehren an abschüssigen Hängen, ist schon abenteuerlich. Der Fluss Bastan begleitet uns bis Luz – St. – Sauveur. Dort nehmen wir den berühmten Felskessel des „Gorges St. Sauveur“ mit der mautpflichtigen und gefährlichem Wegstrecke des“Cirque de Troumouse“(D178) unter die Räder. Kurven tragen uns in eine atemberaubende Landschaft bei herrlichsten Sonnenschein. Auf dem Parkplatz halten wir an und lassen die gewaltigen Felswände auf uns einwirken. Hier und da geleitet ein Steinadler schwerelos in der Luft. Die Berge z.B.  Pic de Troumouse (3085m), der Pic de Serre – Mourene (3090m), sind schon beeindruckend. Wir fahren die D178(es ist eine Sackgasse) zurück, vorbei an der Almhütte =Le Maillet=, wo wir eine Pause einlegen. Nachdem wir unsere Tour wieder aufgenommen haben, bremst uns kurz eine Schafherde aus, dann steuern wir den berühmten „Nationalpark von Gavarnie“ an, um zum „Col de Tentes (2322m) zu kommen. Dort angekommen, ist das “Refuge de la Breche de Roland“ nur zu Fuß zu erreichen. Es ist eine 40 m breite und 100 m tiefe Scharte im Pyrenäenhauptkamm auf 2807m Höhe. Wir haben traumhafte Ausblicke, atemberaubende Tiefblicke und es ist ein unvergessliches Naturerlebnis. Rund um die markanten Felsen geht es an den mächtigen Granitwänden entlang wieder hinunter zum Ort Gavarnie. Dort zweigen wir ab auf die D128, durchs „Valle d`Ossoue. Die einspurig Straße bringt uns bis zum kleinen See “Gave d. Ossoue. Auf der D921 fahren wir bis St. – Sauveur vorbei an der Brücke „Pont Napoleon“. Hier blicken wir tief in die Schlucht des „Gorges de St. –  Sauveur. Die weitere Strecke bringt uns über den „Col de Riou (1949m), bis zur Skistation, dann geht es runter auf die D921. Die Schlucht „Gorge de Luz“ ist eine einsame und kurvige Strecke, mit Nischen des Berges, die tief aus dem Fels rausgehauen wurden . Felsnadeln und enge Kehren sowie Tunnel sind zu meistern, was für ein Highlight. So nehmen wir Kurs zurück nach Lourdes.

 

Neunter Tourentag: Lourdes – Col d` Aubisque (1709m)

Von Lourdes aus folgen wir der D937 am Fluss „Gave de Pau“ entlang und zweigen ab auf die D226. Am Pilgerkloster „Notre – Dame – de – Betharram“, das im Zeichen der Muschel Pilgerroute (Jakobsweg) liegt, halten wir kurz an. Ein paar Kilometer weiter geht es auf die D 126, vorbei an der Stadt Pont – du – Moulin. Der Fluss Ouzon hat sich hier tief ins Gestein gegraben. Hoch erhebt sich der Berg „Pic de M;ondbula“(1583m). Nachdem wir die Stadt Arbeost erreicht haben geht es über den „Col de Soulor“(1474m). Es ist eine einsame Bergwelt mit atemberaubenden knackigen Kurven. Weiter geht unser Blick in das „Valle d`Arrens hinein, mit seiner höchsten Erhebung dem „Pic Midi d`Arrens. Der „Col de Soulor“(1474m) wird auch von der Tour de France genutzt. Vorbei am Bergmassiv „Cirque du Litor“ fahren wir auf der D918 durch die so genannten „Blanches La Corniche“. Es ist eine wilde, zerklüftete Felslandschaft, die uns sicher hinauf zum „Col de Aubisque“(1709m) bringt. Unterhalb des Berges „Pic de Ger“(2613m), stehen überdimensionierte Fahrradplastiken in den Farben rot/weiss, grün und gelb, Symbole der Tour de France, für die Akteure die hier vorbeikamen. Weiter schlängelt sich die Straße des „Col de Aubisque (1709m) durch die Landschaft, es ist eine schmale und kurvenreiche Strecke. Tief fällt der Berg ab, die Straße schmiegt sich an die Felswände und in den Kurven liegen Schafe kreuz und quer. Vorsicht! Dann sausen wir durch die dunklen, feuchten, handgehauenen Felstunnel. In Laruns begeben wir uns auf die D934 vorbei am Berg „Pic de la Sagette“(2031m). Der Fluss Gave d` Ossau verläuft durch dasValle d´ Ossau. Die schmale Straße führt am hakenförmigen Berg „Pic du Midi d` Ossau (2884m) vorbei. Unter den Bergsteigern gilt er als Matterhorn der Pyrenäen. Die D 934 ist die Verbindungsstraße zwischen Frankreich und Spanien. Sie bringt uns über den “Col du Pourtalet (1794m), Blick auf den Berg“Pic du Pourtalet (2165m)“, vorbei am Bergmassiv Cirque de Aneou. Dann kommen wir hinüber ins spanische Argon und fahren Richtung Zaragosa. Hochgebirgswiesen umgeben uns, eingerahmt vom Berg „Pena Foradada“ (2295m) und dem Berg “Penas Fenias“ (2834m). Im Tal, am nördlichen Ende des Stausees „Embalse de Lanuza“, liegt das Dörfchen Sallent de Gallega. Die gut ausgebaute Straße verführt und zum schnellen fahren , aber wir sind auf der Hut. (Polizei!) Im Tal des Valle de Tena eine groß angelegte Polizeirazzia. Nach den allgemeinen Formalitäten dürfen wir unsere Tour fortsetzen. Von dem Dorf Biescas, dass zu beiden Seiten des Rio Gallego liegt, zweigen wir ab nach Jaca. Das „Val Ancha“ beeindruckt uns mit seiner weiten Ebene und den vielen Weizenfeldern. Die Stadt Jaca liegt in einer fruchtbaren Gegend und am Fluss Rio Aragon. In Jaca ist die Kathedrale „San Pedro“ die älteste Kathedrale von Spanien. Vorbei am Uhrturm „Torre de Reloj“ sausen wir am beachtlichen Benediktinerkloster sowie an einer großen Militärbasis vorbei. Deswegen auch eben die penible Polizeikontrolle. Von hier aus nehmen wir die C 125 am Berg „Pena Oroel“ (1769m) vorbei, um zügig hinauf zum Kloster „Monasterio de San Juan de la Pena“ zu kommen. Mit der maurischen Invasion ließen sich Mönche auf der Flucht vor den Muslimen hier nieder. Versteckt unter einer überhängenden Felswand liegt das romanische Kloster. Nach der Legende soll es der frühere Hort des“Heiligen Grals“ gewesen sein. (Es ist der Kelch des letzten Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern). Der Arkadenhof sollte das „Neue Jerusalem“ symbolisieren. Die Kapitel seiner Säulen zeigen biblische Szenen (Kreuzgang von San Juan de la Pena). Von Jaca aus fahren wir zurück durchs „Valle de Can Franc“ am Rio Aragon entlang, durch die weite Landschaft. Wir halten erst wieder in Canfranc – Estacion mit seinem berühmten Gebirgsbahnhof. Er wurde 1928 fertiggestellt. Der 200 m lange Luxusbahnhof mit dem dazugehörigen Nobelhotel im Jugendstil liegt verwaist vor uns. Er ist einfach zu gross für die“ Grande Nation“ und der iberischen Halbinsel (König Alfonso II.). Für den spanischen König und dem französischen Präsidenten wurde der bezaubernde Bahnhof mangels Nachfrage 1970 stillgelegt. Bei gut ausgebauten Serpentinen folgen wir unserer Route durch die „Sierra de Aisa ode Aspe. Wir treiben die BMW weiter über den „Col de Ladrones“ hinauf zum höchsten Punkt, dem „Col du Somport“(1640m). Die Strecke zum Pass verläuft durch eine wilde Gebirgslandschaft und ist eine wichtige Verbindung zwischen dem waldreichen „Valle d`Aspe“ und der Provinz “Huesca“. Auf der N 134 queren wir einige Eisenbahnviadukte bis Escot, dort nehmen wir wieder den Abzweig zur D294 , über den “Col de Marie – Blanque“. Sie wird auch „Route du Fromage“ genannt, da viele Bauern hier ihren eigenen Käse herstellen. Kurvig windet sich das Sträßchen hinauf über die Berghänge des „Valle d`Ossau“. Eingelassene, metallene Roste beenden so unsere flotte Fahrt. Am Plateau de Benou gibt es nochmal eine kurze Rast. In Bielle geht‘s auf die D934 nach Louvie – Juzon – Rey, weiter auf der D 35, D937 nach Lourdes zurück.

 

Zehnter Tourentag: Lourdes   = Besichtigung des Wallfahrtsortes mit Grotte, Col du Tourmalet, Col d`Aspin (1489m)

Beeindruckend ist die Basilique de Rosaire, mit ihrem spitzen, hohen Turm im neugotischen Stil, 1889 erbaut. Auf dem Vorplatz am Kreuz Jesu Christi, haben Pilger aus aller Welt Holzkreuze mitgebracht. An der Basilique stellen die Mosaiken die fünf Geheimnisse dar von Jesu Christi. = Die Taufe Jesu, die Verklärung Jesu, das Heil . Im Innenraum der kleinen Kapelle ist eine heilige Messe. Auf einem Bild ist die Krönung Marias zu sehen. Das religiöse Zentrum von Lourdes erstreckt sich am südlichen Ufer des „Gave de Pau“ , an der „Grotte miraculeuse“, dem Ursprung der Wallfahrtsgeschichte. Eine Marienstatue aus Marmor in der kleinen Höhle steht heute dort, wo Bernadette die Muttergottes mehrmals erschienen ist. Ich gehe durch die kleine Grotte und viele Menschen legen Fürbitten und Bilder hinein. Noch schnell etwas Lourdes-Wasser und einige Kerzen kaufen, dann gehen wir zurück zum Campingplatz. Abends wird die berühmte Lichterprozession mit Gebete und Gesänge in verschiedenen Sprachen veranstaltet.

Wir wollen nochmals über den tollen Pass des “Col du Tourmalet (2115m)“ und über den“Col d`Aspin“(1489m) fahren. Am Nachmittag fahren wir auf der D8/121/913 durch die Schlucht „Gorge de Luz“ mit ihren Nischen und Engen, die tief aus den Felsen rausgeschlagen wurden. Es geht zur Stadt Luz St. Sauveur, dort nehmen wir die D918 und folgen der schmalen, alten Strecke zum Col du Tourmalet… Es ist eine baumlose, einsame Berglandschaft, mit engen steilen Kehren, die uns zügig zur Engstelle, wo das Radfahrerdenkmal steht, bringt. Vorbei am „Pic du Midi de Beigorre fahren wir nach La Mongie, der immer noch ein hässlicher Retortenskiort ist. Einer Schlangenlinie gleich, verläuft die Route in der steilen Bergregion (10%), um dann wieder am „Massif de Neouvielle“ vorbei zu fahren. Kleine Gebirgsbäche rauschen schäumend ins Tal. Durch Galerien geschützt gegen Steinschlag, setzen wir unsere Tour durchs „Vallee  de Campan“ bis zur Stadt Ste. – Marie – de – Campan fort. Am Fluss „Adour de Payolle“ dominieren saftige Wiesen mit zufrieden wiederkäuerenden Kühen. Wie ein Lindwurm windet sich die Straße zum „Col d`Aspin“(1489) hinauf. Von hier aus haben wir einen herrlichen Blick auf die verwegenen Gipfel ,z.B.“Pic du Midi de Bigorre“(2872m). Es ist eine Traumstrecke bei blauem Himmel und die Täler leuchten im saftigen Grün. Wir sind überrascht hier Lamas anzutreffen, die in aller Ruhe am Wegesrand grasen. Unsere Route führt uns auf die D929, von dort fahren wir über das Dorf Arreau nach Ancizan, zweigen hier ab und kommen auf der D13 auf eine kleine Naturstraße, mit einem herrlichen Aussichtspunkt „Hourquette d`Ancian(1538m). Es eröffnen sich für uns immer wieder neue faszinierende Landschaften mit Blick auf den Berg “Pladel Naou (1754m). In Campan fahren wir völlig entspannt auf einer kleinen Nebenroute die Sackgasse des „Vallee de Lesponne“. Wir steuern den „Col d`Ouscouaou (1872m) an . Die Zufahrt zu dem malerischen Bergsee „Lac  Bleu“ auf 1944m Höhe gelegen, ist nur für Wanderer erlaubt. Sodann wenden wir unser Motorrad und begeben uns zurück auf die D935, zurück nach Lourdes.

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