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Frankreich 2004

1. Ziel  –  Bourg St. Maurice, im Herzen der Haute-Tarentaise

1. Tour : Col du Pit. St. Bernard, Courmayer (Mont Blanc), Aosta-Tal, Gr. St. Bernard (CH) nach Charmonix, St. Gervais, Megeve, Col des Aravis, Col de la Croix Fry, Thones, vor Annecy rauf auf den Col de la Forclaz, Albertville bis Beaufort (sehenswertes Dorf), Col du Pre, Cormet de Roselend, See de Roselend, Bourg St. Maurice

Es geht über die Route des Grandes Alpes, zum Teil auf den Spuren der Tour de France. Von Bourg St. Maurice aus ist der kl. St. Bernhard schon ausgeschildert. Durch Seez hindurch, geht es links mit der Kurverei schon los. Satte blühende Wiesen begleiten uns, nach 1-2 Kurven verschwinden wir im Wald. Es geht weiter nach La Rosiere, dabei begleiten uns die Berge am Horizont, denn der Wald ist grünbemoosten Hängen gewichen, braune Kühe sind allgegenwärtig und auf 2188 m Höhe liegt noch Schnee. Felsig ist die Vegetation und der hl. Bernhard von Menthon taucht auf, der das 1. Hospitz im 11. Jahrhundert gegründet hat. Nun geht es nach Italien ins bekannte Aostatal. In kleinen und kleinsten Kurven geht es bergab, 23 km reinster Kurvenspaß. Um den Mont Blanc zu genießen, unternehmen wir einen Abstecher nach Courmayer. Nun folgen wir der Straße durch das Aostatal. Überall zeugen Burgen von vergangener Epochen. Dann kommt das Schild Gr. St. Bernhard. Auf breiter Straße geht es den 2469 m hohen Pass hoch. Eine Kehre folgt der Anderen und von oben schaue ich ins Aostatal hinunter. An den Zöllnern und dem Hospitz vorbei, rollen wir in die Schweiz hinein. Auf der Schweizer Seite ist die Abfahrt nicht so spektakulär bis nach Martigny. Meine Sicht auf die Berge wird durch aufeinanderfolgende Lawinengallerien versperrt. Dann taucht das Schild Col de la Forclaz auf und mit flotter Fahrt geht es auf 1525 m Höhe. Es folgt dichtes Waldgebiet, das bei der Wärme etwas Schatten spendet. Auf der N 506 geht es nach Chamonix. Hier wurden 1924 die ersten olympischen Winterspiele ausgetragen. Der Gletscher des Mont Blanc ist leider wolkenverhangen. Es geht weiter Richtung St. Gervois und Megeve. Nun nehmen wir Kurs auf den Col des Aravis (1487 m). Die Kapelle ist der hl. Anna geweiht. Die Aravisberge gehören zu einem Voralpenmassiv. Nun folgt der Col de Croix und Col de Fry. Der Belag der Straße läßt zügiges Fahren zu, zackig geht es Kurve um Kurve. Nun folgen Wald und noch mehr Kurven, dabei geht es über den Col de Tamie (907 m) am Fort Tamie vorbei. Unsere Tour bringt uns nun zum Col de Forclaz (870 m) ins Dorf Beaufort. Es hat seinen Namen dem berühmten Beaufortkäse verliehen, der aus der Milch der Tarentaise-Rinder hergestellt wird, die auf den satten Almen des gesamten Beaufortain grasen. Kleine Wasserfälle mit Tauwasser stürzen von den Bergen hinab. Nun geht es über den Col du Pre (1703 m). Die Straße vom Col du Pre herunter bietet einen schönen Ausblick auf den einsam gelegenen Stausee. Wir fahren auf dem Damm weiter. Die Berghänge sehen aus, als wenn man sie mit Kunstrasen belegt hätte. Überall blühen Bergblumen und die wunderschönen Alpenrosen. Nun geht es über den Cormet de Roselend (1968 m). Es ist eine einsame, mit Felsen übersäte Weidelandschaft, überall grasen Tarentaise-Rinder. Sanfte Kurven bringen uns in Tal zurück nach Bourg St. Maurice.

2. Tour: Bourg-Saint-Maurice, Col de L‘ Iseran

Von Bourg.St. Maurice geht es über Seez in Richtung Col de L‘ Iseran. Die Strecke führt bei großzügigen Kurven und bester Straße entlang des Flußes Isere. Die Berge des Vanoise-Massiv vor Augen geht es am Stausee von Tignes vorbei. Dann rollen wir durch den Ort Val d’Isere, im Winter ist hier wohl die Hölle los. Der Belag der Straße ist gut, so das wir zügig weiterfahren können zum Iseranaufstieg. Der 2764 m hohe Pass ist der höchste Abschnitt der Route des Grandes Alpes. Ein wunderschönes Panorama mit der herben Schönheit der Gebirgwelt. Runde Kehren und nicht zu enge Serpentinen bringen uns zügig nach oben zum Col de LIseran. Auf dem rauhen Gebirgspass bleibt der Schnee das ganze Jahr über liegen. Die Abfahrt an der Südrampe des Iserans geht durch einen Tunnel. Einige Murmeltiere huschen an uns vorbei. Nach.14 Kilometer Kurven führt uns der Weg am schönen Dorf Bonneval sur Arc (1835 m) vorbei. Die höchste Gemeinde im Maurienne-Tal ist nur zu Fuß zu besichtigen. Alte Steinhäuser mit Holzbalkonen versetzen uns in alte Zeiten. Vor Modane aus geht es auf der N 6 nach Lanslebourg hinein. Die Passstraße geht bergauf durch Lärchenwald bis über die Baumgrenze hinaus. Wir sehen die für ihre reiche Flora bekannte Senke des Mont Cenis mit dem Stausee. Die Straßenführung ist übersichtlich und die Kurven langgezogen. Einige LKW kommen uns entgegen, sicher aus Italien. Die schneebedeckte Punta Sommeiler ist nicht zu übersehen, dann sind wir schon auf dem 2083 m hohen Sattel des Mont Cenis. Lust auf Schotter? Hier kein Problem. In einem verfallenen Dorf halten wir, über uns liegt die Befestigungsanlage Fort de Ronce. Da der Col de la Madeleine auf uns wartet, geht es den selben Weg zurück. Hinter dem von Felsblöcken und Lärchen bedeckten Hängen des Col de la Madeleine gibt es eine Kaffeepause. Zwischen Bessans und Lanslevillard verändert sich die Landschaft wieder. Zahlreiche Befestigungsanlagen, oberhalb von Aussois beeindrucken uns. Das Fort Marie-Christine ist das höchste der fünf Befestigungswerke und dient als Informationszentrum. Nun geht es runter ins Tal auf die N 6 nach St. Jean-de-Maurienne. In La Chambre geht es weiter zum Col de la Madeleine (1984 m). Die Straße geht recht breit los und das Panorama ist herrlich. Schnell verengt sich die Fahrbahn und da Busse, Autos und Fahrradfahrer unseren Weg kreuzen, fährt Harald äusserst rechts. In langen Graden geht es zu den nächsten Spitzkehren und so fahren wir hinab ins Isere-Tal. Hier werden die Kurven kürzer, schneller und die Kehren spitzer. Auf dem Rückweg nach Bourg St.Maurice geht es nicht nur über die N 6, sondern auch über eine feine, kleine Nebenstrecke durch das Bergdorf Notre Dame de Pre, Mit Steigungen und herrliche Kurven geht es durch den Wald.

3. Tour:  Bourg-St. Maurice, Colle del Nivolet

Unsere Fahrt geht am Fluß Isere entlang, durch eine Allee von Bäumen nach Seez, rauf zum kleinen St. Bernard. Wind schlägt ins offene Visier, es ist noch recht früh am Tag und wenig Verkehr. Die Abfahrt vom kleinen St. Bernhard auf der italienischen Seite verwöhnt uns mit erstklassigen Kurven und kleinen, schmalen Serpentinen. So geht es ins Aosta-Tal hinein. Auf der Fahrt durch das Aosta-Tal sehen wir rechts und links imposante, auf Felsen gebaute Burgen und Schlösser. Wir quälen uns durch die Stadt Aosta und Ivrea. Nun geht es auf der SS 460 ins Valle di Locana, unser Ziel ist der Colle del Nivolet,. Dabei wird die Straße immer schmaler und die Durchfahrten in den kleinen Dörfern recht abenteuerlich. Die Häuserecken und Balkone hängen tief zur Straße hin. Zunächst verwundert es uns, daß dieses Tal etwas ausgestorben wirkt. Schließlich muß man 60 km hinein und später den selben Weg hinausfahren. Der Fluß rauscht an uns vorbei, Felsbrocken trotzen dem schellen Verlauf und die Gischt spritzt zu allen Seiten. Eine spanischmexikanische Kirche kreuzt unseren Weg, gestiftet von Auswanderern aus Amerika. Zerfallene Häuser zu beiden Seiten der Straße, hier und da Campingplätze am Ufer des Flusses. Endlich taucht am Stausee das Schild del Colle del Nivolet auf. Der Paß bringt uns auf stattliche 2612 m und gehört damit zu den TopTen der asphaltierten Alpenstraßen. Vom Städtchen Noasca schraubt sich die ersten spektakuläre Serpentinengruppe hinauf. Sind die Kurven nicht gigantisch und die Berge mit Eis und Schnee einfach super? Die Sonne taucht die Seen Lago Agnel und Lago Serru sowie den Himmel in ein kristallklares Blau. In steilen 10%-15% Steigungen, kurzen Kehren und engen Serpentinen schlängeln wir uns den Nivolet hinauf, bei ausgezeichnetem Straßenbelag trotz hochalpiner Bergwelt. Dann das Schild Colle del Nivolet, was für eine atemberaubende Aussicht. Dies entschädigt uns für die mühselige Anfahrt, die Strapazen haben sich gelohnt. Zwei kleine Bergseen, der große Stausee, Berge mit weißen Felsspitzen oder Schnee in den schmalen Kehren, dabei bläst angenehm ein kühler Wind. Wir wollen bis zum Ende der Straße fahren. Nochmals folgt eine 10%ige Steigung, Kehren ohne Ende und so sind wir auf der Passhöhe. Nochmals 2 Seen mit gefrorenen Eisschollen, dabei fangen die Wiesen überall an zu blühen. Nun geht die Fahrt auf demselben Weg zurück, da es keine Passverbindungen in das benachbarte Aosta-Tal gibt.

4. Tour: Bourg St. Maurice zum Cormet de Areches

Es geht über die D 87 nach Aime, die D 218 zum Cormet de Areches. Schmale Straße, enge Kurven, vorbei an Bergchalets und grünen Almwiesen. Wanderer kreuzen unseren Weg, sowie ein Endurofahrer. Überrascht schaut er auf uns und die 1150 RT. Nach der nächsten Kurve sehen wir auch warum. Es erwartet uns eine Naturpiste 12 km lang, 6 km rauf und 6 km runter. Grobe Steine und loser Schotter verlangen Konzentration, dabei hält ein Traktor mit Anhänger erst unseren Vorwärtsdrang auf, aber Augen zu und zügig vorbei, egal ob Schotter an uns vorbeizischt. Stop am Schild Cormet de Areches, was für eine Aussicht auf den Lac des Fies. Am Stausee vorbei, dann geht die Fahrt auf Asphalt weiter nach Beaufort zum Col des Saisiers (1633 m). Dieser Pass verbindet das Tal der Arly mit der Käseregion Beaufortain. Kurvenreich geht es den Pass hinauf, rechts und links liegen Bauernhöfe die ihren selbstgemachten Käse anbieten. Auf dem Sattel des Col des Saisiers sieht man die schneebedeckten Berge des Beaufortain und der Tarantaise. Die Straße führt in Serpentinen durch Tannenwald. Nun geht unsere Fahrt weiter zum Col des Aravis (1486 m). Ubersichtliche Steckenführung bei gutem Belag, breite Fahrbahn mit sauber angelegten Kehren bereiten uns ein fahrerisches Vergnügen. Nun geht es zurück nach Bourg St. Maurice. Unsere Tour führt uns weiter auf rauhem und griffigen Belag über den Col de la Colombiere (1613 m). Die D 4 schlängelt sich Kurve um Kurve dem Pass entgegen. Auf der Passhöhe kann man gut den Straßenverlauf sehen, da keine Baume die Sicht versperren. Über Salanches und Megeve geht es wieder über den Col des Saisiers nach Beaufort weiter auf die D217 auf den Cormet de Roselend und zurück nach Borg St. Maurice.

5. Tour:   Die Acht-Pässe-Tour

Col de Madeleine, Col de la Croix de Fer, Col de Sarenne, Col du Lautaret, L‘ Alpe-d‘ Huez, Col de Galibier, Col de Telegraphe, Col de Madeleine

Die Strecke führt hinter Aime auf kleinen Straßen durch das Ackerland und die Obstgärten am Südhang des Tales, gegenüber den bewaldeten Nordhängen. Von Moutiers geht es hinauf zum Col de la Madeleine. Eine fantastische Panoramastraße. Die Straße herunter verlangt einiges an Konzentration, da Bitumenstreifen schnelles Kurven-und Kehrenfahren riskant machen. In La Chambre geht es weiter nach St. Jean-de-Maurienne um den Col de la Croix de Fer zu fahren. 30 km gespickt mit Kurven und Kehren aller Schwierigkeitsgrade warten auf uns. (Ziemlich lang und kräftezehrend.) Auf der D 526 geht es nun zügig weiter zum Col de Poutran, durch das Dorf Villard-Reaulas. Die D 211 ist gespickt mit Felsüberhängen und ohne Fahrbahnabsperrung. Harald manövriert uns an L’Alpe-d‘ Huez vorbei. Nun gibt es einen anspruchsvollen Abstecher ins Hinterland. Es geht über den Col de Sarenne (1999 m), der eingebunden zwischen hohen Bergen liegt. Vorbei an Gebirgsflüssen Sarennes, Valette und Ferrand. Mit zunehmender Höhe wird die Fahrbahn schmaler und steiler. Der Asphalt ist sehr abenteuerlich. Hier und da fehlt er ganz. Kurze Schottereinlagen sowie gemauerte Wasserrinnen folgen. Der einsame Col de Sarenne ist ein absoluter Geheimtipp. Wir fahren durch eine faszinierende und völlig einsame Natur. Die Berghänge sind teilweise karg und der Baumbewuchs hält sich in Grenzen. Nun geht es weiter zum Col du Lautaret (2058 m) auf der N 91, die eine flotte Fahrt erlaubt, dabei passieren wir noch das Dorf La Grave. Immer höher windet sich die N 91 durch eine herrliche Hochalpenlandschaft, dann sind wir auf dem 2058 m hohen Sattel. des Lautaret. Die Abfahrt hält einige zackige Serpentinen für uns bereit, aber auch eine Strecke mit Frostaufbrüchen, Schlaglöchern und Bodenwellen. Also geht es piano weiter. So rollen wir auf der D 902 zum Aufstieg des Col du Galibier (2640 m) entgegen. Paraglyder ziehen unsichtbar ihre Bahnen am Horizont. Enge Spitzkehren, Abgründe ohne Seitenabsicherung und Schriftzüge auf dem Asphalt wie Rabo, Jan und Telekom pflastern sich den Galibier hinauf. Fette Gebirgswiesen verwandeln sich in karge Schotterhänge und Geröllhalden. Noch einige steile Haarnadelkurven., dann stehen wir auf dem 2646 m hohen Sattel des Galibier. Wir setzen unsere Tour fort Richtung Valloiere zum Col du Telegraph.(1566 m). Der Col entpuppt sich für uns als ein großes Kurvenvergnügen. Von St. Michel de Maurienne geht es zügig in Schräglage zum 1566 m hohen Sattel des Telegraph, ein Fahrgenuss par excellance, so das das Mauriennetal nur so an uns vorbeifliegt. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause geht es zur Schlußetappe nochmals über den Col de la Madeleine zurück nach Bourg St. Maurice. Nun geht es weiter ins Haute-Provence nach La-Motte-du-Caire

2. Ziel –  La Motte du Caire

1. Tag  –  Ankunft in der Maison St. Georges

Dieter (der Hausherr der Maison) gab uns diesen Tipp für eine kleine Runde um La Motte du Caire. Auf der D 951, dann auf die D 900 Richtung Espinasses, die D 3 (wo die Rallye Monte Carlo herführt) zum größten Stausee von Europa dem Lac Serre Poncon, zurück auf die D 900, die D 1 über den Col des Garcinets (1185 m), durch eine kleine Schlucht.zum Col des Sagnes (1182 m) und über Clamensane zurück nach La Motte du Caire. Unsere Tour führt uns auf der D 3 nach Espinasses, supergeile Serpentinen reihen sich Kurve um Kurve. Die D 3 nach Chorges führt zunächst am flußabwärts liegenden Entlastungsbecken entlang und steigt dann mit einem Blick auf den gewaltigen Schüttdamm steil an, dann stoßen wir auf den Lac de Serre Poncon, Der riesige See, der von der Durance und dem Fluß Ubaye gespeist wird, fügt sich mit seinem vielgestaltigen und gewundenen Ufer wunderschön in die Landschaft ein. Nun geht es zurück auf die D 900, dann auf die D 1, dabei überqueren wir den Col des Garcinets. Die Strecke führt uns durch eine kleine Schlucht. In Haarnadelkurven, geht es hinauf zu dem von zerfurchten Berghöhen umgebenen Col de Sagnes (1182 m). Die Straße folgt dem Grand Vallon, einem Tal, das für seine Steinlandschaften und Obstplantagen bekannt ist. Wir kommen am Dorf Clamensane vorbei, die Landschaft wird karger und wilder. Hinter der Clue de Bayons weitet sich das Tal. Nun geht es zurück nach La Motte du Caire.

2. Tag  –  Col Lebraut 1110 m, Col de Montgenevre 1850 m, Col de Izoard 2360 m, Col de Vars 2109 m, Col de Larche / Maddeleine, Col de la Lombarde 2350 m, Col de la Bonette / Restefond 2862 m

Von La Motte du Caire geht es über den Col Lebraut. Nach 1- 2 km entfaltet sich eine Linkskurve, in der man einen herrlichens Panoramablick auf dem Nordostarm des Sees Lac de Serre Poncon hat. Danach will Harald unbedingt den Col de Montgenevre fahren. Sodann geht es erstmal Richtung Briacon. Klein aber fein ist der Montgenevre (1850 m ). Die übersichtlichen Kehren sind perfekt und mit viel Schwung zu nehmen. Oben angekommen fahren wir dieselben Serpentinen zurück, denn Radfahrer halten unsere Fahrt auf. Hier ist heute für andere Verkehrsteilnehmer gesperrt. Die Landschaft des Brianconnais besticht durch den Kontrast zwischen hochaufragenden Berggipfeln, die fast 2000 m erreichen und tief eingeschnittenen Tälern. Beeindruckend ist die Festung von Briacon. Die von einer Zitadelle überragte Oberstadt umschließt ein mächtiger Festungswall. Nun geht es auf der N 94 zum Col de Izoard 2764 m Der Pass ist der höchste Abschnitt der Route des Grandes Alpes. Ein spektakuläres Panorama mit einer herben Schönheit der Gebirgswelt erwartet uns. Auf der D 902 geht es in die ruhige Gebirgswelt. Die Strasse gewinnt langsam an Höhe und die Streckenführung ist übersichtlich. Nach Ceervieres beginnt erst der eigentliche Izoard-Aufstieg. Die Straße führt am oberen Rand einer Schlucht, der Combe du Queyres entlang, eine lange tiefe Schlucht Die schmalste Stelle läßt kaum Platz für die in den Felsen gehauene Straße. Wir passieren von Guillestre kommend einige Tunnels. Wir dringen tief in den Lärchenwald ein. Mit ordentlicher Schräglage geht Harald die Kurven an. Bald sind die gemauerten Kehren zu erkennen. Noch ein paar saubere, runde Kehren und wir rollen auf die Passhöhe des Col de Izoard zu. Der Pass wirkt karg, brauner Fels, lose Steinmoränen hier und da eine Tanne oder ein paar Grashalme, die sich gegen den Wind stemmen. Man kommt sich bei dieser Felsenlandschaft wie auf dem Mond vor. Auch die Südseite des Izoard ist einfach super zu fahren., einsehbare Kurven, guter Straßenbelag und fehlende Seitenabsicherung halten uns nicht auf. Über Combe du Oueyras nach Guillestre geht es zum Col du Vars (2109 m). Dabei geht die Straße am oberen Rand der Schlucht entlang und passiert dabei einige schlecht beleuchtete Tunnels. Hinter dem Ortsschild erblicken wird Nordrampe des Col de Vars. Die Straße ist sehr abwechslungsreich. Hellgrüne Lärchenwälder, saftige grüne Viehweiden, vereinzelte Tümpel wo Sandsteinblöcke aufragen. Das Pass-Schild am Col de Vars steht mitten in einer kargen Landschaft aus Wiesen und Geröll. Die Route führt uns weiter auf die D 900 zum Col de Larche / Col de Maddalena. Wir folgen dem Tal der Ubayette. Auf einer schmalen, kurvenreichen Straße erreichen wir diesen abgelegenen Pass. Auf der italienischen Seite in Vinato tanken wir die RT auf Nun geht es rüber zum Col de la Lombarde (2350 m). Er bietet Harald alles was es an Herausforderungen gibt. Auf der extrem schmalen Fahrbahn fahren die ortskundigen Italiener einen sehr flotten Reifen. Die Straße geht durch eine verwilderte Stein- und Gerölllandschaft und nicht einsehbaren Kurven. Ein altes Fort bewacht den Grenzübergang (13% Gefälle). Nach vielen engen Kurven geht unsere Fahrt weiter auf die D 97 nach dem Städtchen Isola 2000 wieder mit engen Kehren, langgezogenen Kurven und spitzen Serpentinen bei 11% Gefälle. Dabei ist der Belag griffig und Harald gibt ordentlich Gas. Isola 2000 ist ein typischer Retortenwintersportort und in der schneefreien Zeit sehr unansehnlich. Es geht weiter auf die D 2205 zum Col des Fourches (2341 m). Harry will noch zum Col de la Bonette (2862 m) und drängt zur Weiterfahrt. Was einen so gefangennimmt am Bonette und Restefond ist seine Kargheit und die Einsamkeit, die uns umgibt. So erfordert die Schlußetappe mit der Umrundung der Cime de la Bonette viel Hochgebirgserfahrung, besonders wenn durch Schnee und Geröll diese Strecke gesperrt ist und ein Bagger im Weg steht. Kein Problem für Harry, für ihn ist das nur noch mehr Ansporn. Die knapp 2 km lange Runde um den Bergkegel herum ist anspruchsvoll. Sehr schmale Fahrbahn, keine Seitenabsicherung mit tiefen Abgründen. Nun geht es weiter, dabei ist die Straße schmal und geht in Schlangenlinien zur Restefond-Anhöhe. Spärlich bewachsen sind die Felsen und dann sind die Reste von Kasernen zu sehen, einer von Maginot befestigten Militäranlage. Nach einer kurzen Schottereinlage geht es nach Barcelonette zurück. Weiter auf die D 900 geht es nach Espinasses sowie auf die D 951 nach La Motte du Caire.

3. Tag  –  La Motte du Caire über Sisteron auf der Route de Napoleon zur Verdonschlucht

Über Sisteron geht es auf der Route de Napoleon zur Verdonschlucht auf der N 85. Sisteron, das von einer Zitadelle überragte Städtchen liegt an der Grenze zwischen Dauphine und Provence. Hier verengt sich der Fluß Durance am Fuße der steil aufragenden Bergwand des Rocher de la Baume. Hinter Digne-les-Bains wird die Route wieder kurviger. Nun führt unser Weg über den Col de Leques (1148 m). Ich riskiere einen Blick in die atemberaubende Schlucht. So rollen wir die Straße nach Castellane. hinunter, daß schon von weitem anhand der kleinen Kapelle auf einem monströsen Kreidefelsen sichtbar ist. Der große, von Arkaden gesäumte Platz mit Brunnen, Cafes, Hotels und Geschäften bietet ein buntes Treiben von Touristen und Einheimischen. Der Fluß Verdon, ein Nebenfluss der Durance hat im Kalkstein der Plateaus der Haute-Provence wundervolle Schluchten gegraben. Die Direktverbindung Maustiers / Castellane über die D 952 nähert sich dem Grand Canyon nur an seinen beiden Enden, doch bei La Palud-sur-Verdon zweigt von ihr die Route des Cretes (D23) ab und führt in einem großen Bogen zur Schlucht und wieder zurück zur  D 952. Wir fahren die Route des Cretes, auf dieser Strecke folgt ein Aussichtspunkt dem Anderen, dabei blickt man oft aus schwindelnder Höhe in den Abgrund, einfach gigantisch. Einige Kletterer versuchen die Felswände zu bezwingen. Hinter dem Talkessel verläßt die Straße erneut die Schlucht und schlängelt sich gen Westen. Nun haben wir einen schönen Blick auf den Verdon und den Lac  de Ste. Croix flussabwärts. In der Ferne leuchtet der Mont Ventoux. Eine Tour, die wir auch noch angehen wollen. Nun geht es zurück über Mezel auf der Route Ravin des Cardaires auf der D 8. Provenzalisch empfängt uns das Tal mit den riesigen Lavendelfeldern, Olivenbäumen und Sonnenblumen. Der Duft ist unverkennbar –Provence. Über den Col d`Espinouse (838 m),  geht es zur Route Napoleons zurück, um dann auf der  D4 weiterzufahren. (Die Route der Ritter = Route du Pont de l‘ Asse). Wir rollen durch Valonne, die verfallene Kirche St. Martin ist nicht zu übersehen. Bei unserer Fahrt aus Richtung Süden kommend, bietet sich von der D4 ein schöner Blick auf Sisteron und ihre Zitadelle sowie auf den Felsen Rocher de la Baume, der steil über dem Fluß aufragt. Nun geht es auf die D104 bei 14% Gefälle schwungvoll auf die D951 zurück nach La-Motte-du-Caire.

 4. Tag  durch die Schlucht der Meouge zum Mont Ventoux

Wegen Aufziehen eines neuen Hinterreifens hatte Dieter einen Termin in der Werkstatt bei Sisteron gemacht. Der rauhe  Asphalt hatte ihm den Rest gegeben. Der Reifenwechsel ging sehr schnell vonstatten,  so daß wir von Sisteron aus im Norden auf der D948  Richtung Ribiers unsere Tour beginnen konnten. Die Straße führt 4 km durch eine Schlucht der Meouge, eines Nebenflusses des Buechs. Vom linken Ufer genießt man den Blick auf die von einstigen Gletschern zerfurchten Felsen. Es sieht fast so aus wie Blätterteig wie die Felsschichten übereinanderliegen.Weiter geht es am rechten Buechs-Ufer entlang bis nach Le Plan, dann auf die D942 nach Sederon über den Col de Macuegne (1068 m), Barrat, Col de I`Homme Mort nach Sault. Dabei zieht die Straße an Korn- und Lavendelfeldern vorbei, wobei sie nach Westen sanft abfällt. Warm schlägt uns der Wind in das Visier. Sault ist das Lavendelzentrum am Fuße des Mont Ventoux. Unsere Tour geht weiter auf der D1 nach Carpentras, ätzend zieht sich die Strecke in die Länge und es wird zunehmend heißer. Auf der D938 geht es durch die  Stadt Malaucene, zweigen ab auf die D974 Richtung Mont Ventoux, (der Riese der Provence mit seiner kahlen Kuppe und  mit 1909 m der höchste Berg der Region und gefürchtet von den Helden der Tour de France.Von weitem sieht es aus wie riesige Schneefelder, aber es ist weißer Stein. Die Auffahrt ist ein wahrer Kurven- und Augenschmaus. Fruchtbare Landschaften wechseln sich mit karger Gebirgslandschaft ab. Egal aus welcher Himmelsrichtung man kommt, die weiße Kalksteinkappe ist allgegenwärtig, schon beeindruckend. Unsere Rückfahrt geht über Le Moulin, Sisteron nach La-Motte-du-Caire.

 5.Tag   Sisteron, Gorges de la Nesque, Mont Ventoux

La-Motte-du-Caire, Sisteron, auf die D946 nach St. Vincent-s Jabron  über den Col de la Pigiere (968 m), die D542 nach Aurel, Sault, dann auf die D 942 zur Gorges de la Nesque, nach Sault zurück, D1 wieder auf die D63 nach Ferrassiers, über den Col de I‘ Homme Mort (1212 m), vorbei an den Montagne d‘ Albion (1393 m) zum Col de Macuegne nach Sederon, auf die D546 zum Col de la Pigiere (968 m), auf die D946 nach Sisteron zurück, La-Motte-du-Caire

Nesqueschlucht: Auf dem Kamm der Schlucht befindet sich gegenüber des Aussichtspunkt der berühmte Rocher du Sire (734 m). Die Schlucht ist hier 200 m tief. Früher lebten hier Bienenvölker in den kleinen Höhlen. Die Bewohner ließen sich an Seilen hinab um den Honig zu sammeln. Wieder ist der Mont Ventoux allgegenwärtig. Einfach super diese Aussicht. Mastixbäume, Wachholder, Buchsbäume und Eichen säumen bis zum Fluß die Nesqueschlucht hinunter. Hauteng zirkelt sich die Fahrbahn an der Felswand entlang und geben mir großartige Blicke in den Abgrund frei. An den engsten Stellen wurden Tunnel ins Gestein gesprengt. Wir verlassen das Tal und plötzlich befinden wir uns in der wunderschönen Landschaft von Montbrun-Les-Bains. Nun wählen wir die Richtung nach Sault zurück. Die Straße führt durch eine Enge (Le Cour de l`Oulo genannt). Auf einer Serpentine vom Mont Ventoux steht ein Denkmal für Tom Simpson, der auf der Tour de France Etappe am Mont Ventoux starb. Nach Norden blickend sehen wir auf den kargen Abgrund, wobei aus dem Rhonetal uns der Mistral entgegenbläst. Bei klarem Wetter hat man eine Fernsicht bis hin zum Mittelmeer. Wir entfernen uns von Sault und die Straße umgibt uns mit goldgelb-blühendem Ginster. Irgendwie scheint  uns diese Gebirgsregion mit ihren unverwechselbarem Charme nicht mehr loszulassen. Längs der Straßen stehen alte Häuser, an deren Toren hier und da Sonnenuhren, Jahreszahlen und Inschriften auffallen. Nun geht es nach La-Motte-du-Caire  zurück.

6. Tag  La-Motte-du-Caire , Barcelonette, Col de la Cayolle (2326 m), Gorges du Cians, Col de la Couillole (1678 m), Gorges de Dalius, Col d‘ Allos (2250 m)

 Von Barcelonette geht es auf die D902 zur Gorges du  Bachelard bis Bayasse weiter zum Col de la Cayoulle (2326 m), dann auf die D2202 am Fluß Var entlang bis Guillaumes, dann auf die D28 nach Valberg, über den Col du Valberg bis Beuil. Es geht durchs wilde Kurdistan durch die Gorges Supres du Cians, auf der D28 weiter nach Touet-s-Var zur N202 Richtung Malaussene, dann auf die D2205 nach St.-Sauveur-s-Tinee auf die D30 über den Col de la Couillole (1678 m) nach Beuil zurück,  Valberg, dann in Guillaumes auf die D2202 zum Gorges de Dalius (D902), zurück auf die N202 nach Annot, auf die D908 nach Meailles, über den B. de la Colle Baudet (1610 m), über den Pont de Villaron, durch die Stadt Colmars mit dem Fort de Savoie nach der Skistadt  Allos, vorbei am Val ‚d‘ Allos, über holprige Kurven und Serpentinen zum Col d ‚Allos zurück auf die D900 nach La-Motte-du-Caire

Zwischen Barcelonette und dem Oberlauf des Verdon windet sich die schmale Straße fast senkrecht an den Felswänden entlang. Die unzähligen Kurven und die wildromantischen Landschaften sorgen für unvergessliche Eindrücke. Die Straße verläuft an immer enger werdenden und bewaldeten Schluchten des Bachelard entlang., Über Bayesse geht es zum Col de la Cayolle (2326 m). Der Straßenbelag ist holprig und viele Kurven kaum einzusehen. Außerdem geht es am Fahrbahnrand senkrecht in die Tiefe. Mit Getöse rauscht der Bachelard  den Berg hinab. Der Col de la Cayolle mit seinem Hinterland bietet Natur pur und eine atemberaubende Motorradstrecke. Zügig nehmen wir die Kurven, rechts und links der Straße liegt noch etwas Schnee. Die grünen Hänge des Hochtals sind voll mit Felsen und Steinen. Die Abfahrt zeigt eine super Fahrbahn die sehr breit ist und wenig Verkehr hat, so daß  Harald die RT ordentlich laufen läßt. Es geht weiter auf der D2202 am Fluß Var entlang bis Guillaumes. Die Straße wird von wuchtigen Schieferhöhlen begrenzt, hier verlassen wir die Hochalpen und dringen in das südliche Voralpengebiet ein. Es geht auf die D28 in Richtung Valberg über den Col du Valberg bis Beuil weiter. Die Straße steigt zum Col du Valberg stetig an und zeigt das Tal aus verschiedenen Blickwinkeln. Schnittige Kurven bringen uns hinab nach Beuil. Beuil liegt am Eingang der Gorges du Cians. Einfach gespenstisch ist die rauhe, bizarre Felslandschaft.  Die Schluchten des Cians eines Nebenflußes des Var, zählen zu den schönsten der Alpen. In 25 km Länge überwindet der Fluß eine Höhe vor 1600 m. Das leuchtende Rot der steilen und zerfurchten Felswände, teilweise mit Moos und Blumen bewachsen ist beindruckend. Die Straße hält viele Kurven für uns bereit und in der Sonne leuchtet es zinnoberrot von den Felswänden, einfach atemberaubend. Besonders spektakulär sind die beiden extrem schmalen Passagen, die Petite Clue und die Grande Clue. Leider heute nur noch zu Fuß zu erkunden. Auf der D28 geht es nach Touet-s-Var, weiter zur N202 Richtung Malaussene. Hoch über dem Tal des Var klammern sich die hohen, schmalen Häuser des von engen, teilweise überdachten Gassen durchzogenen Ortes an die Felswand. Die N202 ist für eine Nationalstraße sehr kurvenreich, so dass die Fahrt am Ufer des Var entlang nicht langweilig ist. Weiter geht die Tour auf der D2205 nach St. Saveur-s-Tinee, die D30 über den Col de la Couillole (1678 m) nach Beuil zurück. Von Col de la Couillole hat man einen weiten Ausblick beidseitig des Passes. Es geht wieder nach Guillaumes auf die D2202 zum Gorges de Dalius (D902) zurück. Die D2202 verläuft zwischen Guillaumes und Dalius in schwindelnder Höhe kurvenreich über den klaren, grünen Wasser der Var, der sich hier eine tiefe Schlucht gegraben hat. An den engsten Stellen wurden Tunnel in die Felsen gehauen. Während der geilen Fahrt durch die Tunnel versuche ich ein Foto zu schießen. Unter dem Dach von Plantanen halten wir eine Rast ein, dabei haben wir einen schönen Blick auf die Schlucht mit dem Wasserfall Cascade. Zurück auf die N202 geht es nach Annot, auf der D908 nach Meiailles. Das Bergdorf liegt am Rand eines Kalkfelsens über dem Ufer der Vaire. An den Hängen des Tals ragen Steinblöcke zwischen Nuß- Kastanienbäumen, Kiefern und Lavendelfeldern auf. Von B. de la Colle Baudet (1610 m) geht es über den Pont de Villaron, dabei windet sich die Straße am Berghang entlang. Colmars taucht auf. Kurz vor Colmars bietet sich ein schöner Blick auf das Fort de Savoie  und die kleine befestigte Stadt. Auf einsamen Pfaden geht es durch das  Val d`Allos. Nun lauert der Superaufstieg zum Col d‘ Allos. Die Straße windet sich am Berg nach oben, Kehre um Kehre. Allerdings relativ holprig, dunkle Wolken steigen auf, so dass der Stopp  oben auf dem Col kurz ausfällt, denn ein Gewitter auf dem Allos ist nicht zu riskieren. Auf der Nordseite geht es mit viel Schwung in flotten Wechselkurven hinunter. Etwa 20 km lang ist die Abfahrt nach Barcelonette und die Straße fliegt nur so an uns vorbei, denn die Wolken schauen recht bedrohlich aus. Und tatsächlich in Barcelonette geht das Gewitter mächtig los, mit Blitz, Donner und strömenden Regen. Als es aufhört geht unsere Tour zu Ende und wir fahren zurück nach La-Motte-du-Caire.


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