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Sardinien 2011

Motorradurlaub 2011 Sardinien

Sardinien heißt auch „die reizvollen Schöne“

Nuragher, Phönizier, Römer, Pisaner, Genuesen und Spanier haben auf der Insel ihre Spuren hinterlassen. Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, mit wilder Natur weiten Stränden.

Erster Tourentag: Einschiffung in Genua/Nachtfahrt

Nach ca. 12 Stunden sind wir im Hafen von Genua angekommen und warten auf die Einschiffung, auf dem Fährschiff der Linie “Moby – Lines – Moby Freedom.

Zweiter Tourentag: Ankunft in Sardinien im Hafen von Olbia

Im Morgengrauen passieren wir die Hafeneinfahrt am Golf von Olbia. Wie ein Waechter vor dem Hafen erhebt sich die 594m hohe Insel „Isola Tavolara.

Willkommen in Sardinien, dass sind Berge und Wälder, weite Ebenen und Sumpflandschaften, Sand-und Felsenstrände und       bizarre Küsten. Ausgeruht fahren wir nach dem Ausschiffen Richtung Barisado zum Campingplatz „L` Ultima Spiaggia Villaggio“.

Dritter Tourentag: Von Cagliari bis Arbatax

Von Barisado aus beginnt unsere Tour in Cardedu auf der SS 125, Richtung Cagliari. Die Panoramastraße verläuft direkt an der Küste entlang. Die Kurven führen uns durch Schluchten, Steineichenwälder und an einer Felslandschaft vorbei, die von Macchia – Gebüsch überwachsen ist. Überall blühen jetzt die Kakteen, die ihre Blüten der Sonne entgegen recken. Die SS 125 verbindet das „Sarrabus – Gebiet“ mit der Inselmetropole Cagliari. Großartige Blicke aufs Meer haben wir auf der kurvenreichen Küstenstraße, zwischen Villaputzu nach Cagliari. Geschützt in der Bucht „Golfo de gli Angeli“ (Bucht der Engel) erhebt sich, mit seinem antiken mittelalterlichen und barocken Kern majestätisch die Stadt Cagliari. Das Castello, eine mächtige Zitadelle, die über der Stadt thront, kann man schon von weitem ausmachen. Wir zweigen ab auf die SS 387 und nehmen Kurs nach der Stadt Dolianova. Durch eine absolute einsame Gegend mit unzähligen Kurven sausen wir nach Villasalto, vorbei an der Nuraghe S` Oro. Wir fahren durch den Naturpark „Parco Geomineraria“ am Rio di Spigulu entlang. In Serpentinen Schrauben wir uns die Schlucht hinunter auf der gut ausgebauten SS 387. Durch zwei unbeleuchtete Tunnel steuern wir das Dorf Ballao an. Mit 1834 m Höhe ist der Berg „Punta la Marmora“ im zentralen Gennargentu – Gebirge, die höchste Erhebung der Insel. Die Straße wird wieder Komiker und schmaler. Hübsche kleine Dörfer wie Escalaplano dösen im Mittagsschlaf. Trotzdem treffen wir auf Einheimische die sich an einer Quelle flaschenweise das kühle Nass  abzapfen. Mit frei laufendem Vieh muss man hier immer rechnen. Das Hügelland von Sarrabus mit der höchsten Erhebung, dem Monte Gemas“(970m), nein ist einmalig. Weiter oben legen wir an der Kirche „San Giovanni“ eine kurze Rast ein. Leider ist die Kirche verschlossen. Unsere Route führt uns am Lago d. Mulargia vorbei,   weiter zum Dorf Orroli.Macchia bedeckt die Bergrücken, Pinien-und Eichenwäldern hervorragend. Die kleinen Bergdörfer klammern sich an die Felswände, wie Vogelnester. Vorbei am „Lago del Flumendosa“, der in der Sonne blau glänzt, folgen wir der SS 198 zum Dorf Sadali. Dabei kreuzen wir die Gleise der „Trenino Verde“(grünes Bähnchen), die in großen Windungen das sardische Gebirge überwindet. Hinter Seui (die Stadt liegt in der Provinz Ogliastra), nehmen wir die Straße hinauf ins Gebirge „Barbagia Seulo“. Es geht über den Pass „Monte Arcueri“ zur Stadt Ussassai. Einige Kühe sowie, Schafe – und Ziegenherden, mit ihren Hinterlassenschaften, teilen mit uns die schmale Panoramastraße. Eine gefährliche enge Wegstrecke nach Lanusei folgt nun. Zwischen dem „Gennargentu – Gebirge und der Küste erheben sich die Kalkberge der Ogliastra. In 600 m Höhe drängen sich die Häuser von Lanusei an die bewaldeten Hänge. Im Dorf Gairo (Gairo S. Elena ) thront hoch oben der Berg „Punta Tricoli“(1211m), vorbei am Berg „Monte Armidda“(1270m) und dem Rio Sicaderba , fahren wir in Lanusei hinein. Es ist ein unglaubliches Gewusel durch die engen Straßen und dem Verkehr zu fahren. Nachdem wir Lanusai hinter uns gelassen haben, entschädigt uns die tolle Aussicht über das Mittelmeer. Die SS390 bringt uns nach Barisado zurück, dort folgen wir der SS 120 nach „Arbatax. Der kleine Hafenort liegt auf einer felsigen Halbinsel. Sein beliebtes Fotomotiv sind seine roten, ins Meer ragenden „Porphyrklippen“ am Capo Bellavista.

= Le Rocce Rasse di Arbatax=   (heißen die roten Porphyrklippen).

Entlang der gewaltigen Steilküste des „Golfo di Orosei“ endet unsere heutige Tour.

 

Vierter Tourentag: Auf dem Dach der Insel

Unsere Tour geht von Barisado aus hinauf auf die SS 125 bis Tortoli, zweigen dann ab auf die SS 198 nach Ilbono. An dem gewaltigen  Gennargentu – Gebirge reifen Weintrauben an den Berg hängen. An dem aneinanderreihen von Kurven, schrauben wir uns hinauf nach Lanusei. Wieder gilt unser Blick der fantastischen und traumhaften Buchten des Mittelmeers. Entlang der SS 389 jagt eine Kurve die nächste und der Verkehr im Bergland gleich null. So sausen wir am „Lago alto del Flumendosa“ vorbei, bis zum Dorf Seui. Während der Fahrt durchs „Monte Tonneri“ fahren wir über den Berg „Genna Medau“(991m). Völlig entspannt genießen wir die Einsamkeit des Gebirges. Im Frühjahr zeigt sich Sardinien in den verschiedensten Grüntönen und es blüht überall kräftig. Der Duft von wildem Rosmarin und anderen Kräutern liegt in der Luft. Nun zweigen wir ab auf die SP8 hinauf zum Dorf Seulo. Freundliche Menschen in schlichten Dörfern, saftige grüne Täler, schattige Wälder mit verwegenen Berggipfeln und kaum Tourismus, das lassen wir uns gefallen. Durch den Wald „Foresta di Archennai“ und am Fluss Rio Tistigliosi vorbei, kommen wir zum Dorf Gadoni. Man glaubt im Monument Valley zu sein, nur dass das Gebirge bewaldet ist. Der Berg „Monte Textile“(975m), mit seiner aufragenden Felsnadel diente den „Nuraghern“, als Kultplatz. Wir erleben die reinste Kurvenorgie durch die „Barbagia Belvi“ mit ihrem höchsten Bergen, dem“Bruno Spino(1823m) und dem “Punta la Marmora“(1834m). Weiter geht es auf die SS295, zeigen ab zur SS 128 nach Meana Sardo, dort besichtigen wir die “Nuraghe Ardasai“. Nuraghen = sind stumme Wächter aus uralter Zeit. Sie sind steinerne Kegel die weithin sichtbar sind. Die Zeugen von einer Hochkultur der Bronzezeit (1500 und 500 v. Chr.), die es nur auf Sardinien gibt. Viele der Türme scheinen sich nicht nur gegen feindliche Eroberer gerichtet zu haben, die übers Meer kamen, sondern auch gegen den eigenen Nachbarn. Es muss eine kriegerische Kultur gewesen sein, die diese beeindruckenden Bauten hinterließ, die Steinblock für Steinblock ohne Mörtel bis zu 20 m hohen Kegeln zusammenfügten. Wir setzen unsere Tour fort und fahren durch den dicht bewaldeten Westhang des “Gennargentu – Gebirge. Hier liegen die alten Dörfer der Hirten-und Pferdezüchter. Vom Dorf Atzara folgen wir der Straße hinauf zum Dorf Sorgono. Von weitem sieht man das  Viadukt der Schmalspurbahn „Trenino Verde“. Auf der SS 128 fahren wir über den Berg „Valico S`Jsca de sa Mela“(917m), dabei durchqueren wir die „Sierra su Lampu“. Im Dorf du Nahrung zeigen wir ab zur SS 295 und fahren durch den Parco Nazionale des „Monti – Cel“. Die SP 7 entpuppt sich als kleine, einsame, anspruchsvolle und landschaftlich schöne Straße. Eine raue Gebirgslandschaft umgibt uns, hell strahlen die Felsen über die Grünen Wälder und der Oleander blüht üppig in ein Farben. Vom Dorf Desuloaus fahren wir zügig zum Dorf Fonni. Fonni liegt mit 1000 m über dem Meeresspiegel und ist somit die höchstgelegene sardische Gemeinde. Ich bin überrascht hier auch Wintersportanlagen vorzufinden. Es sieht uns weiter über den hohen „Passo di Caravai“(1118m) und dem „Arcu Correboi“(1246m) zum Dorf Villanova  Strisaili. Im Landesinneren erfrischen wir uns an einer Quelle mit hervorragendem Wasser. Vorbei am “Lago alto del Flumendosa“ kommen wir zum Dorf Villagrande, mit ihren engen Gassen und dem vielen Verkehr. Die tiefhängenden Balkone mit Wäsche, die sich im Wind leicht bewegt, sowie das laute Hupen der Autos wegen eines kleinen LKWs, der die Fahrbahn blockiert, das nennt man =  that is life =. Für heute endet unsere Tour und wir begeben uns in Küstennähe zu unserem Campingplatz.

 

Fünfter Tourentag: Rund um Baunei

Barisado SS 125 Richtung Tortoli zum Dorf Latzorai. Wir befahren die Sackgasse P. Pedra Longa. Es ist eine extrem steile Sackgasse (20%), die uns hinunter ans Meer bringt, vorbei an einer riesigen Felswand. Wild und urtümlich steigen die riesigen Felsen aus dem Meer empor. Die Klippen werden vom smaragdgrünen und blauen Meerwasser umspült. Kleine Motorboote tuckern an uns vorbei und bringen die Badegäste an einsame Strände. Es geht die Sackgasse zurück um dann zum Dorf Baunei, das wie ein Adlerhorst am Steilhang klebt, zu kommen. In engen Kurven fahren wir auf der SS 125 vorbei an den Bergen „Monte Bissi Coro (776m), Genna Arramene (590m), Genna Coggia (724m), Genna Scalas(666m) und Genna Sarbene(756m), dort biegen wir ab um nach “San Pietro di Golgo“ zu fahren. Nach einiger Zeit geht die Straße in eine unbefestigte über. Wir scheuchen Ziegen und Schafe auf, die dann rasch in der halbhohen Macchia verschwinden. An der Kirche bei den uralten Olivenbäumen legen wir eine kurze Rast ein. Hoch erhebt sich der Berg „Bruncue Pisu(629m). Wir kehren um, um auf der SS 125 zur Sackgasse „Cala di Luna“, mit ihren wunderschönen einsamen Sandstränden zu gelangen. Von der SS 125 genießen wir immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die herrlichen Badebuchten dem Mittelmeer, dabei fahren wir durch den „Parco Nazionale del Golfo di Orosei“. Wir biegen rechts ab und nehmen eine kleine Stichstraße, denn die Sandstrände, die vom Land aus nur mühsam zu erreichen sind, kommen wir nur über eine schmale, rumplige und durch Schlaglöcher, die mit Wasser und Matsch gefüllt sind, sowie Senken zum Parkplatz. Zu Fuß geht es zwischen steil abfallenden und zerklüfteten Felswänden zu den Badebuchten. Zurück auf der SS 125 fahren wir weiter durch das Gebirge. Bizarre Granitformen, Berge und Wälder umgeben von kristallklarem Meerwasser, sowie weiße naturbelassenen Sandstrände machen Sardinien aus. Über die kurvige Straße sausen wir über die Passhöhe “Genna Croce“(906m), vorbei am Berg „Genna Silana(1017m“) und dem “Punta Scala Mama(1012m) im Sopramonte Gebirgszug. Von der Serpentinenstraße aus kann ich schon das Städtchen „Cala Gonone“ ausmachen. Dass am “Golfo di Orosei“ liegt. Spektakulär gestaltet sich die Anfahrt durch den durchtunnelten „Monte Bardio“. Das kleine Küstenstädtchen liegt in der hellen Sonne an einer gewaltigen Steilküste. Viele Lokale, Cafés und Souvenirshops säumen die Straße. In „Cala Gonone“ glänzen die pastellfarbenen Häuser in Gelb, hellblau rosa. Die Gassen sind schmal und eng, alte Männer sitzen in den Kaffeehäusern, schauen durch das Motorengeräusch auf und winken uns freundlich zu. Ältere Frauen, ganz in Schwarz gekleidet, eilen an uns vorbei. In der kleinen Grundschule gegenüber lahmen und spielen die Kinder in der Mittagspause. Vom Hafen aus fahren Boote zur Grotte „del Bue Marino. Wir schauen uns aber lieber die „Nuraghen Arvu und die Nuraghe Mannu“ an.

Nuraghen = Es sind steinerne Kegel, die von weitem auf einem Hügel sichtbar sind. Wahrscheinlich erfüllen diese großartige Monumente mehrerer Funktionen.“ Wohnstätte, Fluchtburgen und religiöse Kultorte

Wir fahren zurück auf die SS 125 ,zweigen ab auf die SP 37 zum Dorf „Urzulei“. Vorbei am Berg „Monte Pisaneddu(1256m). Von dort nehmen wir den direkten Weg zum Dorf „Talana“. Leider ist der direkte Weg von Talana nach Villanova durch einen Erdrutsch immer noch gesperrt. Es ist schade, denn die schmale Straße ist eng am Berghang angelegt ohne Randsicherung. Also geht es zurück, so besuchen wir in Talana die „Nuraghe Baue Tanca“. Dann sausen wir durch die wunderschöne Berglandschaft hinab nach Villanova Strisaili/Villagrande Strisalli, vorbei am See „L. sa Teula“, biegen rechts ab um Dorf „Arzana“. Es ist wieder eine Strecke mit viel Kurven, mit Steigungen/Gefälle, dass jeder Motorradfahrer begeistert wäre. Ab und zu versperren Kühe, die grasen oder aber auf der Fahrbahn wiederkäuend liegen, unsere zügige Fahrt. Ein paar Kilometer weiter treibt ein Hirte seine Schafe hinauf zu den neuen Weideplätzen. Zerschossene Temposchilder = sardischer Nationalsport=. Die kurvige Bergstrecke führt uns über das Dorf „Geiro“, zur SP 11/SP 13 nach dem Dorf „Ulassai“ und “Jerzu“. In Jerzu sind die Straßen extrem eng. Wir befinden uns auf einer absolut einsamen Strecke, die vereinzelten Menschen auf den Dorfstraßen grüßen freundlich. Hier und da scheuchen wir eine Katze auf, dagegen hebt der Hundemischling nur Träger seinen Kopf. Dann erreichen wir bei „Lanusei“ die Abbruchkante des „Gennargentu –Massiv“. Mit einer regelrechten Kurvenorgie erreichen wir Barisado.

 

  1. Tourentag: Banditen und Kunst

Von Barisado aus fahren wir auf der SS 125 Richtung Lanusei. In vielen Serpentinen windet sich das Sträßchen hinauf nach Lanusei(SS390). Von hier oben haben wir einen grandiosen Ausblick über die Landschaft, aus der bewaldete Felsnadeln und Kalksteinwände aufragenden. Wir biegen ab auf die SS 389 und sausen am „Lago Alto del Flumendosa“ vorbei. Dann geht es über den 1118m hohen “Passo di Caravai“. Nachdem wir diesen passiert haben durchqueren wir das Dorf „Fonni“ um auf der kurvenreichen SS 389 d weiterzufahren. Wir Zweigen ab auf die SS 128 die uns am „Lago di Gusana“ entlang führt. Ruhig und im klaren Blau, eingebettet vom bewaldeten Gebirge, liegt er vor uns. So geht unsere Tour durch das „Barbagia Ollolai –Gebiet“. Es ist eine faszinierende Gebirgsstraße, die durch eine großartige Schlucht verläuft. Eine blühende Landschaft umgibt uns, Blumenwiesen, Oleanderhecken, von rotblühend bis rose, Korkeichenwälder und vielen Weinanbaugebieten. Weiße Dörfer hängen an den steilen, grünen Hängen der Berge und der Duft der Macchia ist allgegenwärtig. Vorbei am Dorf „Orani“, nehmen wir die SP 41/SP 47 zur Stadt „Nuoro“. Dort wollen wir den „Monte Ortobene (895m) befahren. Trotz schlechter Beschilderung finden wir den Einstieg relativ schnell. Nuoro ist eine moderne aber schäbige Provinzhauptstadt, mit einem Industriegebiet. Durch dichten Steineichenwald fahren wir auf dem Hausberg von Nuoro hinauf. Von hier oben haben wir einen fantastischen Ausblick auf das „Supramonte-Massiv“ mit der höchsten Erhebung dem „Monte Corrasi(1463m) und auf das herbe Bergdorf Oliena. Auf dem Gipfel des „Monte Ortobene“ pilgern jährlich am letzten August Wochenende in den frühen Morgenstunden Pilger zur 7m hohen Bronzestatue „des Erlösers“. Am dicht bewaldeten Westhang des „Supramonte-Massiv“ liegen die alten Dörfer der Hirten- und Pferdezüchter. Von Nuoro aus fahren wir nun zügig zu den Dörfern, Oliena und „Orgosolo“.

„Orgosolo“ = Banditendorf. Es ist das verrufenste Dorf in ganz Sardinien, das mit seiner wilden und blutigen Vergangenheit abgeschlossen hat. (Entführungen und blutige Familienfehden.) Die sozialpolitischen Wandmalereien, sollen Missstände aufdecken bis zu den jüngsten internationalen Ereignissen. Ich laufe durch die engen Gassen, um mir die “Murales“ (Wandmalereien) anzuschauen. Es wurden politische Manifeste sowie Szenen aus dem bäuerlichen Leben an die Häuserwände verewigt. Es geht zurück auf die SS 389, dabei erliegen wir dem Rausch an Farben, in überall blüht es, jede Menge erstklassige kleiner Kurven in eine unvorstellbare Natur. In Lanusei verlassen wir das Bergland begeben uns wieder in Küstennähe nach Barisado.

 

  1. Tourentag: Wir verlassen Barisado und verlagern unseren Startpunkt auf dem Campingplatz in Palau Isuledda Centro Vacanze
  2. Tourentag: La Maddalena – Inselträume

Die „Costa Smeralda“ = die Smaragdküste, ist wohl der berühmteste Küstenabschnitt von Sardinien. Es ist das Eldorado der Schönen und Reichen, oder derjenigen die Glauben es zu sein. In der Sonne glänzt das Meer in Blau- und Grüntönen und der Wind bläst die Wellen an den Strand. Unser erstes Ziel am heutigen Tag, ist der berühmte Bär am „Capo d`Orso“. Es geht an der Küstestraße entlang vorbei am “Golfo delle Saline“. Ein kleiner Weg hinauf mit prächtigen Ausblicken auf das „Insel- Archipel“ rund um die „Isola della Maddalena“. Ich laufe durch die verwitterte Felslandschaft zum Kap, auf deren Spitze ein bizarrer Granitfelsen die Form eines riesigen Bären hat. = Roccia dell`Orso“. Von hier oben habe ich einen traumhaften Blick auf das Meer, sowie auf das Insel- Archipel =Isola Maddalena/Isola Caprera. Von hier oben blickt man auf den Berg „Monte Canu (395m). Dann geht es hinunter an der wunderbaren, verwitterten Felslandschaft zu Motorrad zurück. Unsere Route steuert das „Maddalena- Archipel und die Insel Caprera“ an. An der Hafenpromenade warten schon einige Motorräder, Pkws und LKWs. Wir besorgen uns an der Verkaufsstelle ein Ticket für die Autofähre und laufen zur Anlegestelle der Fähre zurück. Bei traumhaften Sonnenschein begleitet das Schiff Richtung „Maddalena- Archipel“ an. Es besteht aus sieben großen und ca. 20 kleinen Inseln. Wir legen im Hafen des wunderschönen Inselstädtchens an und fahren vorbei am historischen Kern sowie an den vielen Souvenirverkäufern. So biegen wir ab auf die „Strada Panoramica“. Die Panoramastraße führt uns an der Insel entlang. Glasklares Meerwasser in geschützten buchten, die durch Felsen vor dem Wind geschützt sind, liegen sonnenhungrige Touristen. Boote der Taucher liegen vor Anker. Nach der Umrundung der Insel, nehmen wir Kurs auf die Nachbarinsel „Caprera“. Die beiden Inseln sind durch einen 600 m langen Brückendamm verbunden, dieser Damm heißt „Passo Moneta“. Auf dieser Insel steht das Haus vom Volksheld „Guiseppe Garibaldi“, der von einem vereinten Italien träumte und dafür kämpfte. Er starb hier in einer weißen Villa Blick aufs türkis- blaue Meer. Zurück auf der „La Maddalena“ fahren wir zu dem berühmten rosa roten Korallenstrand“ Spiagia Rosa“, der wegen Raubbaus seitens der Touristen gesperrt wurde. Dann geht es mit der Fähre zurück zum Festland, das reibungslos klappt. Vom Meer aus sieht man den Felsen des „Bären –Capo d`Orso“, das Wahrzeichen der“Gallura“. Von der kurvigen Küstenstraße aus, nehmen wir unsere Tour wieder auf und steuern „Santa Teresa di Gallura“ an. Das Fischer Dörfchen Porto Cero ist Zentrum der Costa Smeralda, mit Hotels und Ferienvillen der oberen Preisklasse. Urlauber mit riesigen, weißen Yachten, die auch im Urlaub nicht auf Gucci-,Versace- und Pradageschäfte verzichten wollen. Westlich von“ Santa Teresa di Gallura“ führt eine schmale Straße auf die Halbinsel „Capo Testa“. Mehrmals täglich gibt es hier Schiffsüberfahrten nach Bonifacio, das auf Korsika liegt. (Ca.12km entfernt.) Wind und Wellen haben eine märchenhafte, bizarre Felsenlandschaft geschaffen in“ Capo Testa“. Er zählt zu den schönsten Küstenabschnitten von Sardinien. Das grün der Macchia spiegelt sich im azurblauen Wasser wieder. Wanderwege zwischen den Granitfelsen und die „Valle della Luna“, mit ihren hohen Felswänden beeindrucken uns sehr. Nach dem kurzen Zwischenstopp fahren wir zügig, ohne spektakulären Kurven an der „Costa Paradiso“ entlang. Kleine Stichstraßen bringen die Urlauber an die kleinen Buchten mit hellem Sandstrand und bizarren Granit- und roten Porphyrklippen“. Hier herrscht in der Hauptsaison einiger Trubel. Es geht weiter Richtung „Castellsardo“. Das Städtchen thront hoch über dem Meer mit seinem malerischen Kastell. Kurz vor Castellsardo biegen wir auf die SS 134 ab, um zügig zum „Roccia dell`Elefante“ zu kommen. Der von Wind und Wetter geformte Elefant soll ein natürliches Mausoleum sein, aus dem dritten Jahrhundert v. Chr. Es ist ein „Trachytfelsen“, der durch die Verwitterung die Form eines Elefanten angenommen hat. Es geht weiter auf der SS 134, zweigen ab auf die SS 127 im Dorf “Perfugas“. Dabei durchqueren wir die „Serra di Petra Maina“. Im intensiven Grün leuchtet die Macchia und abwechslungsreich ist unsere Fahrt. Es geht durch ausgedehnte Korkeichenwälder, so erreichen wir das Dorf „Tempio Pausania“, das auf einem Hochplateau liegt, mit Blick auf den Berg „Monte Limbara/1369m). Auf der SS 133 geht es weiter, vorbei am „Rio Parapinta“, den Dörfern Luogosanto und Bassaautena zurück nach Palau.

 

  1. Tourentag: Stumme Waechter aus uralter Zeit sind die Nuraghen

Grab der Riesen = Gigantengräber  z. B. Tomba Li Longlhi, sowie die Gräberfelder „Ne cropoli di Li Muri“, aus dem 2./3. Jahrhundert v. Chr.

Unser heutiges Reiseziel ist das Land einwärts gelegene Hirtendorf „Arzachena“, mit seinen sehenswerten Gigantengräbern aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. – 10. -8. v. Chr. Es ist das Reich der Giganten.

Von Palau aus kommend, fahren wir auf der SS 125 und  zweigen ab in „Arzachena“, um zum Gigantengrab  = Tomba li Longlhi =  zu fahren. Hier in der Gegend wurde bereits in prähistorischer Zeit gesiedelt. Auch in der Römerzeit war „Arzachena“ eine bedeutende Stadt. Die Gigantengräber außergewöhnliche Monumente. Durch kleine Öffnungen wurden Tote Opfergaben in die Grabkammern gegeben. Wie wurden wohl die schweren Steine ohne technische Hilfsmittel bewegt? Unser nächstes Ziel ist das Gräberfeld „Necropoli di li Muri“ 3./4. Jahrhundert v. Chr., dass auf der Straße nach „Luogosanto“ liegt. Nekropole: es sind Totenstädte, baulich gestaltete Begräbnis und Weihestätte der Ur- und Frühgeschichte. Fehlt die bauliche Komponente handelt es sich um ein Gräberfeld. Nekropolen lagen oftmals abseits der Wohnsiedlungen. Kleine Steinkisten dienten dazu Speiseopfer aufzunehmen. Man fand unter anderem viele Perlen, Messer klingen und Äxte die als Nahkampf geeignet war. Allesamt in den Ausgrabungen von den in „Li Muri“ begrabenen, waren wohl herausragende Personen der ihr Leben auf Hirtentum basierte. Dann begeben wir uns noch zum Riesengrab, dem Hünengrab = Tomba di Giganti Cod du Vecchiu =. Dieses Gigantengrab ist auch von der Straße aus zugänglich. Dieses Monument ist rund 4 m hoch, aber nur 60 cm hoch ist der Eingang, wodurch die Toten und Opfergaben in die Anlage gebracht wurden. Die Gigantengräber bestehend aus einer 20-30 m langen Grabkammer, in der die Toten eines ganzen Dorfes Platz fanden. Davor steht eine tonnenschwere hohe Stele. Weiter geht unsere Erkundungsfahrt zur „Nuraghe Malchitta“. Aus behauenen Felsen wurde ein großer Turm erric. (Ca. bis zu drei Stockwerken hoch). durch dessen Inneren eine Wendeltreppe verlief. In dem Turm gab es zur Verteidigung kleine Fenster. Nischen in den Turmmauern boten Vorräten Platz, außerdem wagen sie oft Wasserquellen. Nach so vielen archäologischen Funden nehmen wir Kurs auf nach „San Pantaleo“. Wieder verwöhnt uns das Sträßchen mit wundervollen Ausblicken auf die Macchia und die Berge. Das Dorf „San Pantaleo“ ist Kult. Nach wenigen Jahren hat das kleine Bergdorf, mit seinen typischen Steinhäusern der „Gallura – Hirten“, der Dorfkirche und der einzigen Pizzaria, ist es zum beliebten Ausflugsziel der „Costa Smeralda“ Urlauber geworden. Entlang der der „Costa Smeralda“ , ist es in jeder Hinsicht ein glanzvoller Küstenstreifen, der sich im Sommer zum Internationalen  Jetsets – Treffpunkt avanciert hat. So fahren wir nach Palau zurück.

 

  1. Tourentag: Einschiffung und Abfahrt von Olbia nach Genua in der Nacht.

 

  1. Tourentag: Ankunft Genua – Stürzelberg

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