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Irland 2006

Motorradtour vom 31.08. -12.09.2006  Irland

Entdecke deine ewig grüne Insel. Mache deinen Traum wahr. Dormagen – Ballinskelligs. Eine mystische Reise in die Vergangenheit beginnt. Wir freuen uns auf die Kultur, Musik und darauf die Menschen Irlands kennenzulernen.

1. Tag   Treffpunkt ist das Gemeindezentrum in Köln-Worringen

Alles ist gepackt und nach dem Segen des Pfarrers geht es endlich  los. Bei bestem Wetter geht es auf die A57 Richtung Hoek van Holland. Da wir zügig vorankommen, müssen wir einige Zeit auf das Schiff warten. Die StenaLine bringt uns nach Harwich in  England.

2. Tag    Harwich-Holyhead

Nach dem Auschecken geht es nun quer durch England 550 km bis  zum nächsten Fährhafen nach Holyhead. Nun heißt es Sitzfleisch zu haben. In Birmingham verlassen wir die Autobahn und sausen durch die Grafschaft Wales. Ein landschaftlicher Genuß. Sanfte Hügel, verstreute Schafe, kurvenreiche und schmale Straßen, für uns auf der ungewohnten linken Seite, lassen nur ein konzentriertes Fahren zu. Wir erreichen Holyhead relativ früh, sodass wir schon mal einige Kleinigkeiten einkaufen gehen. Mit der Schnellfähre geht es in den späten Abendstunden bei leichtem Nieselregen in unser Hotel nach Dublin (Mount Herbert Hotel)

3. Tag: Dublin-Ballinskelligs  350 km

Nach mehreren gescheiterten Anläufen durch den Tourguide Dublin zu verlassen, übernahm Harald kurzerhand die Initiative. Auf der M7 geht es erstmal ein paar Kilometer über die Autobahn. Die Kreisverkehre sind schon gewaltig, so lassen wir uns vom Verkehr mitziehen. Nach etwa 20 km lässt sich die Sonne wiedersehen und verdrängt den Rest der Regenwolken. Schöne schmale Kurven, an typisch englischen Gattern vorbei, sausen wir an verschlafen liegenden Bauernhäuser in Richtung N7. Bei bester Laune geht es auf die N7 Richtung Killarney, weiter auf die N21 nach Limerick. An Acker- und Weidenflächen führt die Tour, die eingebettet von Bergen liegen. Kilometerlange Steinmauern und Schutzstrecken, die vor Wind und Wetter schützen sollen, säumen die Straße. Es ist eine Landschaft geprägt von Mythen und Sagen. Einsame Gebirgslandschaften mit sanften Hügeln und friedlichen Seen fliegen an uns vorbei. In Killorglin geht es am steinernen Ziegenbock vorbei, ein Wahrzeichen der Stadt. Wenn den Legenden Glauben geschenkt werden darf, war es ein Ziegenbock, der im 17. Jh. die Bürger von Killorglin vor Feinden warnte, und damit die Stadt rettete. Rechts und Links stehen bunte Häuser und Pubs zum Verweilen ein. Nun fahren wir auf der N70 zum Ring of Kerry. Schnell erreichen wir Ballinskelligs, wo wir ein Häuschen gemietet haben.

 4.Tag und 1. Tourentag    Ballinskelligs – Ring of Kerry – South West Irland

Von Ballinskelligs / Waterville Richtung Ballaghisheen-Pass, vorbei an Bealaaw Bridge nach Shanacshe, am Loughcaragh-See vorbei nach Cragh Lake bis Glenbeigh, vorbei an Kells Bay, auf der N70 durch Cahirciven, auf der R585 nach Knights Town, dann nach Valencia Island zum Portmagge Channel (Fjord), zurück über die Brücke zur Stadt Portmagee und zum Dorf Ballnatrow, dort sehen wir die Vogelinsel Puffin Island. Am St. Finans-Bay vorbei durchs Dorf Killonecaha zurück zur Unterkunft.

Von Ballinskelligs aus geht es erstmal nach Waterville zum Tanken. Vorbei an vereinzelt liegenden Bauerngehöfte in fast unberührter Natur und hügeliger Landschaft. Für die Bauern heißt das, einen knochenharten Job zu machen. Zügig nehmen wir die kurvenreiche schmale Straße zum Ballaghasheen-Pass unter die Räder. Dabei teilen wir uns diese mit herumlaufenden Schafen. Jedes Einzelne hat zur besseren Erkennung einen bunten Farbstreifen auf dem Fell. Oben auf dem Pass fegt ein ordentlicher frischer Wind. Die Hecken sind Rhododendron, Heidekraut, Flechten, verschiedene Moosarten und Ginsterbüschen gewichen. Wie ein Teppich legt sich das Gras über die Hügel und schwer hängen die dunklen Wolken über den Bergen. Schnell windet sich die Straße den Pass hinunter. Es geht an Bealaaw Bridge vorbei nach Shanacshe. Ruhig liegt der Loughcaragh-See vor uns, ein Anglerparadies. Weiterfahrt nun nach Caragh und Glenbeigh. Irland ist ein Paradies für Biker, denn die einspurigen und schmalen Nebenstrecken mit ihren Kurven und Buckeln kann man so richtig genießen. Vorbei an Kells-Bay geht es zügig auf der N70 durch Cahirciven, den Geburtsort von Daniel O`Connell. Die R 585 bringt uns nach Knights Town auf Valencia Island, wo auf den Skellisrocks (Berge im Meer) zahlreiche Vogelarten nisten. Von der Nordwestspitze von Iveragh ragt Valencia Island in den Atlantik hinein. Zurück geht unsere Tour über den Portmagge-Channel (Fjord)  auf der Brücke zur Stadt Portmagee. Überall sieht man alte Kirchen mit alten Grabsteinen (Hochkreuze).Von St. Finians-Bay fahren wir durch das Dorf Killonecaha zu unserer Unterkunft in Ballinskelligs zurück.

2. Tourentag  Ring of Beara

Ballinskelligs, N70 nach Kenmare, weiter auf die N71 nach Glengarriff, überqueren den Cahapass (304 m), um auf den Ring of Beara zu kommen, R572 zum Healypass (330 m), R574 zurück zur R571 nach Eyeries, R575, vorbei an den Slieve Miskish Mountains, mit dem höchsten Berg, Knockgour (491 m), wir passieren Ballydonegan mit der dazugehörenden Bay, auf der R572 endet der erste Teil unserer Tour in Garinisch. Im Dunst liegt Dursey Island (Cable Car), an der Küste zurück, vorbei an Ardgroom, Harbour, Lauragh, Clonee Loughs nach Kenmare zurück, die N70 bringt uns nach Ballinskelligs zurück.

Die Gegend um die (Glengarriff) Bantry Bay hat einen besonderen landschaftlichen Reiz. Bootstouren fahren bis Garinisch Island, die das ganze Jahr Aufenthaltsort von Robben ist. Durch die gleichmäßigen Temperaturen die der Golfstrom mit sich bringt, existiert eine vielfältige Pflanzenwelt. Alte viktorianische Hotels laden zum abendlichen High Tea in gemütlicher Atmosphäre ein. Der Healey Pass (330 m) liegt im Nebel. Die Landschaft wirkt karg und auf der Passhöhe bleibt uns der grandiose Ausblick versperrt. Vom Healypass geht es zügig auf die R572 zum Beara Way Cycle Route bis zur Stadt Ballaghboy zum Pier der Cable Car. Mit ihr kommt man nach Dursey Island, wo verschiedene Vogelarten leben. Die Beara Way Cycle Route ist landschaftlich ein Hochgenuß. Moose und Flechte überziehen die Landzungen und durch den feuchten Nebel sieht alles etwas unwirklich aus. Die Dörfer werden spärlicher. Der äußerste Westen Irlands ist sehr dünn besiedelt, sodass ein Laden den wir aufsuchten, Postamt, Kneipe und Tante Emmaladen in einem ist. Die farbenfrohe Pflanzenwelt auf den Klippen, die immer neuen Ausblicke auf die benachbarten Berge entlang der Küste, sind unvergesslich.Wer Mut hat kann mit der verrosteten Kabine mit Hilfe der dazugehörenden Kurbel hinüber zur Insel Dursey. Bei dem schlechten Wetter nehmen wir aber Abstand davon. Hier steht eine Tafel worauf dokumentiert ist, das die deutsche Junkers JU88, MMWJ4-5  am 23. Juli 1943 mit den Piloten Hans Auschner, Gerhard Dummler, Johannes Kuschidlo und Bruno Noth ins Meer stürzte. Da der Regen immer stärker wird geht es auf dem schnellsten Wege nach Ballinskelligs zurück.

 3. Tourentag Ballinskelligs bis Gap of Dunloe, weiter zum Ballagbeame Gap (259 m)

Die Passstraße ist schmal und steinig. Wie eine stille Talschlucht umgibt uns die Landschaft. Wir sausen durch die Schlucht von Gap of Dunloe, denn unser nächstes Ziel ist das Black Valley. Überall weiden Schafe oder laufen auf der schmalen Straße herum, also Vorsicht. Vorbei an den Hängen des Torc Mountains fahren wir zügig auf der kurvigen Straße am Torc-Wasserfall vorbei. Immer wieder überqueren wir alte Steinbrücken, sodass wir den wild plätschernden Bach unter uns bestaunen können. Dabei kreuzen Pferdewagen und Wanderer unseren Weg, so genannte „Jaunting cars“ (kleine zweirädrige Pferdekutschen). Ein beliebtes Verkehrsmittel, um auf geruhsamer Weise die reizvolle Landschaft zu sehen. Dann geht es zurück zum Ring of Kerry. Sie ist wohl der landschaftlich schönste Teil der Grünen Insel. Die über die Halbinsel Iveragh führt. Dabei erwarten uns spektakuläre Steilklippen, einsame Strände und verträumte Landschaften. Schöne bunte Dörfer liegen hier weit auseinander und der tosende Atlantik ist allgegenwärtig. Unsere Tour führt uns am Upper Lake vorbei und an Kate Kearneys Cottage legen wir eine Kaffeepause ein. Es geht zurück auf den Ring of Kerry zum berühmten Aussichtspunkt ,,Ladies View“. Hier sollen (laut Uberlieferung) schon die Hofdamen der Queen begeistert gewesen sein. Das Wasser leuchtet in der Sonne tiefblau und man erkennt die kleine Brikeenbrücke, die den Zusammenfluß von Lough Leane Muckross Lake überspannt. Gigantisch diese Seenlandschaft. Es geht zurück durch die Stadt Waterwille, dort lernen wir den redseligen Bernie aus Wuppertal (der in Irland lebt) kennen. In seinem Internet-Cafe lud er uns in den hiesigen Pub bei irischer Volksmusik ein. Zurück nach Ballinskelligs fahren wir die Strecke mit Blick auf die Hügelketten des Inlands, auf das Meer mit seinem langen Sandstrand. Dieses Teilstück wird auch Scenic / Skellig Ring genannt. Unsere Unterkunft ist in der Nähe der langen Felsenküste mit einem schönen Sandstrand. Abends geht es mit einem Taxi nach Waterwille um im Pub irisches Bier, irische Musik und die lustige Lebensform Bernie mit seiner Lebensgeschichte zu erleben!

 4. Tourentag     Ballinskelligs – Dingle

Von Ballinskelligs geht es kurz auf den Ring of Kerry, R561 bis Aughils, dabei geht es durch den Catherconra Forst, auf die R560 am Gallarus Oratory, einem Gebetshaus aus dem 8.-12. Jahrhundert vorbei. Die Form des Gebäudes erinnert uns an ein Schiff. Der Bau ist ohne Mörtel errichtet worden. Dann kommen wir zum Conner-Pass (456 m). Die Straße wird schmaler und Serpentinen führen uns über schadhaften Asphalt. Vom höchsten Aussichtspunkt sehen wir den Mount Branden (953 m), den zweithöchsten Berg Irlands. Zackige Felsnasen ragen ins blaue Wasser, dabei verändert die Sonneneinstrahlung das Grün der Landschaft. Unsere Tour führt uns an der Bucht von Tralee entlang. Entlang der Küste geht es nach Ballydavid, wo der Atlantik gegen steile Klippen brandet. Vorbei an Ventry schauen wir uns Bienenkorbhütten an. Ringfestungen sind die häufigsten und am weitesten ausgedehnten Felddenkmäler Irlands. (Cathairnag Conchuireach / Cather Conor), Bei Slea- Head fällt unser Blick auf das tosende vom Meer umspülte Blasket Islands. (Der Westen der Dingle-Halbinsel ist Gaeltacht-Gebiet, wo die Menschen noch gälisch sprechen). In Dingle legen wir eine Rast ein, kräftige Ölfarben an den Häusern beleben auch bei Regenwetter das Straßenbild. Slea Head ist der westlichste Punkt Europas (außer Island). Verträumte Buchten an den Steilküsten laden im Schutz der Klippen zum Sonnenbaden ein, mit feinem Sand, türkisschimmernden Meer und grünen Wiesen. Es geht kurvenreich an der Küste entlang zurück nach Ballinskelligs.

 5. Tourentag   Ballinskelligs – Mizen Head

Ballinskelligs, Ring of Kerry, Kenmare (ein lebhaftes Fischerdorf) mit unzähligen kleinen Geschäften und bekannt für seine Kunsthandwerksartikel. Das milde Klima läßt sogar Palmen gedeihen. Unsere Tour bringt uns in ein fast unberührtes Paradies. Wir fahren an der Westseite der Halbinsel Richtung Bantry. Heute ist wohl Marktag, denn viele Stände locken die Menschen zum Kauf ein. Entlang der Bantry Bay, die von schroffen Hügelzügen der Sheepshead- und Beara Halbinsel eingefasst wird, sausen wir weiter Richtung Mizen Head.  Auf der N71 geht es zügig durch Glengarriff, gesäumt von haushohen, blühenden Rhododendrenbüschen, kleinen Kurven die hinabführen, so rollen wir in die Stadt hinein. Palmen vorm Haus, blühende Gärtchen mit Azaleen und Fuchsien. Eine üppige Vegetation, die man so gar nicht vermutet, einfach super. In der Nähe  ist der Glengarriff Forest  Park, der immer einen Besuch wert ist. An herrlichen Badebuchten vorbei, geht es auf der R591 weiter. Nun fahren wir auf schmaler Straße zum südlichsten Punkt von Mizen Head Oberhalb der Straße passieren wir Barley Cove und blicken auf einen super Sandstrand, den man hier so nicht erwartet. Es geht an der Steilküste entlang. Gewaltig sind die Felsen der Küste bei Mizen Head, am südwestlichsten Punkt Irlands. Nun geht es am Besucherzentrum nur noch zu Fuß weiter, zum Panoramapfad, der einen zum Leuchtturm am Kap bringt, oder aber auf die vorgelagerte Mini-Insel ,,Irlands Träne“. Sie war das letzte Stück Heimat für die Auswanderer, die1843-1848 wegen der herrschenden Hungersnot nach Amerika auswanderten. Nun geht es wieder zurück, vorbei an der Landzunge. Von Crookhaven geht es an zwei schmalen Sandstränden vorbei. Auf kargen Grasnarben über Kalkstein oder Sand, grasen vereinzelt Schafe. Durch Crookhaven geht es an der wildromantischen Küste wieder auf die N71 Richtung Bantry. Da die Sonne uns heute verwöhnt, wollen die Männer trotz der weiten Tour den Healey-Pass noch mal unter die Räder nehmen. Durch 2 Felstunnel geht es in die wildromantische Berglandschaft. Eingebettet in sattem Grün, windet sich die Straße den Berg hinauf und was für eine Sicht auf die Caha Mountains. Es riecht nach feuchter Erde, Moor und Meer. Am Cloone Loughs vorbei tauchen wir wieder in den Ring of Beara ein. Enge Straßen und rauschende Wasserfälle, was für eine super Tour. Zügig geht es nach Ballinskellig zurück.

 6. Tourentag    Ballinskelligs – Dublin

Den letzten Tag geht es von Ballinskelligs nach Dublin. Im Comfort Inn Hotel werden die Maschinen untergestellt, danach geht es in die City (Dublin bei Nacht). Das quirlige Herz von Dublin ist die O‘ Connell Street. Wir laufen entlang des Liffey Rivers vorbei an der rechtswissenschaftlichen Bibliothek Irlands (Kings Inns) gerade wohl zum Viertel der Tempel-Bars. Hier reiht sich ein Pub an den Anderen ein. Junge Musiker treffen sich dort spontan um zusammen zu spielen. Bei irischer Musik fließen dunkles Guinness und Whisky in Strömen. Erstmal brauchen wir eine Unterlage fürs Trinken und so geht es ins Hard Rock Cafe hinein. Ein Hamburger ohne Pommes für 25,-€, da verschlägt es einem die Sprache und dann ist dieser auch noch furztrocken. Ne Ne! Ich bewundere lieber die Dublin Doors. Das sind die Türen der Georgianischen Häuser. In der Tempelbar, Oliver St. John Gogarty genießen wir derweil die irische Livemusik. Der Bezirk Tempelbar war in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts eine der unansehnlichsten Gegenden Dublins. Heute wird er mit dem Quartier Latin in Paris verglichen. Viele Künstler, Studenten und Bohemiens bevölkern die engen, kopfsteingepflasterten Straßen. Dann gehen wir zurück zum Hotel, denn morgen geht es früh aus den Federn.

 7. Tourentag    Dublin – Holyhead

Von Dublin geht es um 07:30 Uhr mit der Fähre nach Holyhead, zurück nach England. Nun fahren wir 550 km durch England, die schönste Strecke ist die durch die Grafschaft Wales. Im Dunklen kommen wir in Harwich an. Von dort geht es in der Nacht zurück nach Hoek von Holland. Good bye Irland.

 

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